Van der Bellen in "profil" über Karikaturen:
"Dänische Zeitung hat nach unten getreten"
- Kritik an Missbrauch der Presse- und Meinungsfreiheit
·Karikaturen-Demos in Wien und Graz
Hunderte Muslime folgten Aufruf von Gaddafi-Sohn
·Iran: Österreichische Botschaft angegriffen!
BILDER: Proteste gegen Mohammed-Karikaturen
·Droht Kampf Islam gegen Christentum?
Hälfte der Österreicher sieht Konflikt kommen
·Karikaturen: 250.000 protestieren in Beirut
Transparente: "Tod für Amerika, Tod für Israel"
·PRESSESTIMMEN zum Streit um die Cartoons
Das sagt die Presse über die jüngsten Eskalationen
·Dramatische Szenen bei Botschafts-Angriff
Österreichs Vertretung
in Teheran attackiert
·Bewerb für "beste" Holocaust-Karikatur
Iranische Zeitung zeigt die besten Einsendungen
·Angriffe & Überfälle auf Botschaften
Müssen daher besonders gut geschützt werden
In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtemagazins "profil" kritisiert der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, den Abdruck der umstrittenen Mohammed-Karikaturen. Er könne, so der Grünen-Chef, "ein gewisses Unbehagen in dieser Angelegenheit" nicht verhehlen. "Meinungsfreiheit und Pressefreiheit" seien historisch gesehen "gegen Machthaber von oben" erstritten worden. Die dänische Tageszeitung habe dagegen "nach unten getreten, gegen eine religiöse Minderheit".
Dies sei zwar das gute Recht dieser Zeitung, dennoch sollte die Pressefreiheit "mit einer gewissen Verantwortung" wahr genommen werden. Van der Bellen: "Meinungsfreiheit ist ja nicht dazu da, dass jeder jeden niedermachen darf." Die Ausschreitungen in muslimischen Ländern seien zwar nicht einfach hinzunehmen, aber "daraus den Clash of Civilizations zu konstruieren heißt, gesteuerte Berufsstudenten in Teheran aufzubauschen".
Bei kulturellen Probleme im Zusammenleben mit moslemischen Zuwanderern müsse man "mit Nachdruck darauf hinweisen, dass es in Österreich Regeln gibt, die nicht verhandelbar sind". Die Teilnahme von Mädchen am Schwimmunterricht sei so ein Fall. Van der Bellen: "Es ist auch inakzeptabel, wenn manche Buben meinen, eine Lehrerin sei keine Respektsperson. Natürlich sind das Kinder, aber es bedarf schon einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dieser Problematik."
Lesen Sie die ganze Story im aktuellen "profil"!
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