Antwort auf Mohammed-Cartoons:
Wettbewerb für "beste" Holocaust-Karikatur
- IranischeZeitung zeigt die besten Einsendungen
·Schüssel kritisiert Holocaust-Karikaturen
Bei Treffen der großen Glaubensgemeinschaften
·Karikaturen: Proteste
jetzt auch in Sri Lanka
Dänische Flagge von Teilnehmern beschmutzt
·Dänen suchen nach neuen Reisezielen
Tausende Stornos "dank" Mohammed-Karikaturen
Im Iran ist eine erste Holocaust-Karikatur auf der Internetseite des Hauses der Karikatur veröffentlicht worden. Die Zeichnung habe ein Mann aus Melbourne "aus Solidarität mit der moslemischen Welt" und als Beitrag zur Meinungsfreiheit eingeschickt, teilte die zur iranischen Zeitung "Hamshari" gehörende Institution mit.
Die Karikatur zeigte auf einem ersten Bild mit dem Titel "Auschwitz 1942" einen Juden mit Davidstern und einem Bündel. Er betritt das Konzentrationslager durch das Tor mit der Inschrift "Arbeit macht frei". Auf einem zweiten Bild mit dem Titel "Israel 2002" ist derselbe Mann zu sehen. Dieses Mal strebt er mit einem Gewehr auf ein Tor ähnlich dem KZ-Eingang zu, das die Inschrift "Krieg bringt Frieden" trägt. Das Massenblatt "Hamshari" hatte am 7. Februar einen Holocaust-Karikaturen-Wettbewerb ausgeschrieben.
In der moslemischen Welt gingen die Proteste gegen die Mohammed-Karikaturen unterdessen weiter. In der Hauptstadt der indonesischen Provinz Sulawesi, Makassar, protestierten am Montag rund zweihundert strenggläubige Moslems für strenge Maßnahmen gegen Dänemark. Gegen den Herausgeber der indonesischen Wochenzeitung Peta, Imam Tri Karsohadi, wurde nach Polizeiangaben eine Untersuchung eingeleitet, nachdem er die umstrittenen Mohammed-Karikaturen nachgedruckt hatte.
Auf der südphilippinischen Insel Basilan protestierten rund hundert Moslems vor dem Haus des christlichen Bürgermeisters in der Inselhauptstadt Isabela. Christliche Geschäftsmänner kündigten an, die Insel zu verlassen, weil moslemische Führer mit dem Anzünden einer katholischen Kirche gedroht hatten.
In Bangladesch verurteilte einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur BSS zufolge das Parlament einstimmig die Mohammed-Karikaturen als Provokation. In der am Sonntagabend verabschiedeten Resolution forderten die Abgeordneten die Staaten, in denen die Zeichnungen abgedruckt wurden, auf, sich für ihre "Missetaten" zu entschuldigen.
(apa)
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