Weiter Spannungen im Atomstreit: USA erwägen Militäroperation gegenüber Iran
- Cheney: "Empörende Äußerungen" von Ahmadinejad
- PLUS: Die Chronik des dreijährigen Atomkonflikts
·Atomstreit: Iran lässt
Kameras entfernen!
Außerdem soll es weniger
IAEO-Inspektionen geben
·Die Iran-Resolution der IAEO im Wortlaut
"... den Sicherheitsrat davon in Kenntnis setzen"
·Chronik des Streits um Atomprogramm
IAEO, EU und USA seit drei Jahren damit befasst
·Das Zusatzprotokoll zum Sperrvertrag '97
Zentrales Kontrollwerk-zeug: Iran ausgestiegen
·"Frieden und
Sicherheit erhalten"
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·Iran: Streng geheime Atom-Eliteschule
Nuklearwissenschaftler tüfteln an Atombombe
·Pressestimmen zum Atomstreit mit Iran!
'Das erinnert an die Früh-phase des Irak-Konflikts'
Die USA halten sich laut Vizepräsident Dick Cheney im Atom-Streit mit dem Iran alle Möglichkeiten offen - auch militärische. Cheney sagte am Dienstag dem öffentlich-rechtlichen US- Fernsehsender PBS, die USA versuchten weiter mit diplomatischen Mitteln den Konflikt beizulegen. Doch alle Optionen blieben auf dem Tisch, auch militärische, fügte Cheney hinzu.
Zugleich wies er dem iranischen Präsident Ahmadinejad eine Mitschuld an der Verschärfung des Atomstreits zu. Es handle sich um eine gefährliche Situation, die durch einige "recht empörende Äußerungen" des Präsidenten verschärft worden sei. Ahmadinejad hatte Ende vorigen Jahres mit anti-semitischen Äußerungen Empörung im Westen ausgelöst. Er leugnete den Holocaust und rief dazu auf, Israel von der Landkarte zu tilgen.
Cheney sagte, vor diesem Hintergrund sei es beunruhigend, wenn man sich vorstelle, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangen könne. Damit würde das Land zu einer "Hauptquelle für Instabilität" in der Region. Hinzu komme, dass der Iran eine Vorgeschichte als Förderer terroristischer Organisationen habe. Es sei daher richtig, dass die Internationale Atomenergieorganisation IAEO entschieden habe, den UNO-Sicherheitsrat im Atomstreit einzuschalten. Der Iran hat Vorwürfe stets zurückgewiesen, das Land wolle unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms Nuklearwaffen entwickeln.
Cheney sagte, der Iran wolle eigene Kapazitäten zur Anreicherung von Uran entwickeln, um eine technologische Ebene zu erreichen, die für Atomwaffen erforderlich sei. Dass der Iran ein russisches Angebot ausgeschlagen habe, außer Landes auf russischem Boden Uran anreichern zu lassen, sei bezeichnend. "Da scheint es keinen Zweifel zu geben, was sie im Schilde führen", fügte Cheney hinzu. Der Stellvertreter von US-PräsidentBush gilt als Verfechter einer harten Linie in der US-Regierung und als einer der Chefplaner des US- geführten Irak-Feldzuges.
(apa/red)
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