Fährunglück im Roten Meer: Angehörige sichteten grausige Fotos der Wasserleichen!
- "Diese Menschen sind kaum noch zu erkennen"

·Schiffsunglücke sind keine Seltenheit!
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Die Angehörigen der Opfer des Fährunglücks haben am Dienstag Fotos der im Roten Meer gefundenen Wasserleichen gesichtet. "Diese Menschen sind kaum noch zu erkennen, wie sollen wir sie anhand der Fotos nur identifizieren", sagte einer von ihnen dem Nachrichtensender Al-Arabija. Nach offiziellen Angaben überlebten nur 422 der insgesamt 1.414 Passagiere und Besatzungsmitglieder der "Al- Salam Boccaccio 98" das Unglück.
Vorerst konnte rund die Hälfte der bisher geborgenen 245 Leichen identifiziert werden. Die Opfer waren zur Identifizierung in Krankenhäusern in Kairo und Hurghada aufgebahrt worden. Außerdem verteilten die ägyptischen Behörden Fotos, auf denen noch nicht identifizierte Opfer des Unglücks zu sehen sind.
Die Fähre war in der Nacht zum Freitag auf ihrem Weg vom saudiarabischen Dhiba zum ägyptischen Hafen Safaga gekentert, nachdem ein Feuer an Bord ausgebrochen war. Noch war unklar, warum nach dem Abbruch des Funkkontaktes zu der Fähre rund zwölf Stunden vergingen, bis die ägyptische Küstenwache Hilfe auf den Weg schickte.
Da die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, praktisch auf Null gesunken war, verließen die meisten der Angehörigen Safaga. Dort war es in den vergangenen Tagen mehrfach zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und aufgebrachten Opferfamilien gekommen, die auch das Büro der zuständigen Reederei in Brand gesetzt hatten. (apa/red)
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