Dienstag, 25. April 2006

Teuerste Pflaster der Welt: Oslo löst Tokio an der Spitze ab - Wien weiter auf Rang 11!

  • Acht europäische Städte unter den Top 10 der Welt
  • Leben in US-Städten wird billiger, in Osteuropa teurer

Nach 14 Jahren an der Spitze rangiert Tokio in der Liste der teuersten Städte der Welt erstmals auf Platz zwei, die norwegische Hauptstadt Oslo ist derzeit das weltweit teuerste Pflaster. Das zeigt eine Erhebung des Economist Intelligence Unit (EIU), der Forschungsabteilung des britischen Wochenmagazins "The Economist". Wien findet sich weiterhin auf Platz 11. Damit ist die Bundeshauptstadt deutlich teurer als etwa München (14) oder Brüssel (21).

Die Bronzemedaille im Ranking der teuersten Städte der Welt geht an Reykjavik. Durch den schwachen Dollar wurden Europas Städte teurer, wie die Untersuchung zeigt: Unter den Top 10 finden sich gleich acht europäische Städte, von denen sich mit Paris (4) und Helsinki (10) allerdings nur zwei in der Euro-Zone befindet. London hält wie im Jahr 2004 auf Rang 7.

Laut Untersuchung ist das Leben in Wien um 13 Prozent teurer als in New York, die Bewohner von Oslo berappen durchschnittlich um 40 Prozent mehr als die Bewohner des Big Apple.

US-Metropolen billiger
Die US-amerikanischen Metropolen New York (27), Chicago und Los Angeles (ex-aequo 35) sind - relativ betrachtet - billiger geworden. Das Preisniveau der osteuropäischen Hauptstädte zeigt dafür nach oben. Die Lebenserhaltungskosten in Belgrad (107), Bukarest (95), Warschau (63) und Prag (58) sind im letzten Jahr um mehr als 5 Prozent gestiegen, zeigt die Untersuchung.

Gleich um 22 Plätze verbesserten sich die brasilianischen Städte Sao Paulo und Rio de Janeiro (beide 87). Den Grund dafür sehen die EIU-Experten in den steigende Konsumentenpreisen und einer 25-Prozent-Aufwertung der Nationalwährung Real. Inflation trieb auch die Lebenshaltungskosten in den afrikanischen Städten Lagos (63) und Nairobi (93) nach oben.

China bleibt billig
Trotz des anhaltend starken Wirtschaftswachstums sind chinesische Städten seit 2004 sogar billiger geworden. Der Grund dafür, meint das EIU, sei die Öffnung der chinesischen Wirtschaft.

Teheran billigste Stadt der Welt
Teheran gilt laut Untersuchung derzeit als weltweit billigste Stadt. Die Lebenshaltungskosten der iranischen Metropole liegen im Vergleich zu New York bei rund einem Drittel.

Das EIU vergleicht zwei Mal jährlich Preise und Produkte in mehr als 130 Ländern und ermittelt so die Lebenshaltungskosten. Die Studie soll laut Eigenangaben Unternehmen als unabhängiger Leitfaden für die Berechnung von Auslandsdiäten dienen. Ausgangsbasis für die Studie ist New York mit einem Indexwert von 100.
(apa/red)

25.4.2006 10:21