Mittwoch, 1. Februar 2006

Handy-Telefonieren wird noch günstiger:
Mobilfunkbetreiber erwarten sinkende Tarife

  • Telefon-Navis und Datenkarten für Laptops boomen
  • "Noch zu viele Netzbetreiber am heimischen Markt"

Die Handytarife werden weiter sinken, so die beiden größten österreichischen Mobilfunkbetreiber Mobilkom Austria und T-Mobile. In den vergangenen Jahren seien die Preise jährlich um rund neun Prozent gesunken, gleichzeitig habe der Datenverkehr zugenommen. Dieser mache bei Marktführer Mobilkom derzeit 18 Prozent des Gesamtumsatzes aus, wobei inzwischen nicht mehr SMS der Löwenanteil am Datengeschäft haben.

"SMS sind nicht mehr die zweite Ertragssäule nach der Sprachtelefonie, sie wurden inzwischen vom reinen Datenverkehr abgelöst", so Mobilkom-Chef Boris Nemsic. Einen Beitrag dazu habe der stark boomende Bereich "mobile Navigation" geleistet. Inzwischen gebe es mehr als 10.000 A1-Navi-Kunden. Treiber des Geschäftes sind allerdings mobile Datenkarten für Laptops. Österreichweit gibt es in Summe aller Anbieter 120.000 Datenkarten, wobei 2,2 Mio. tragbare Computer im Umlauf sind.

Nemsic und T-Mobile Austria-Chef Georg Pölzl waren sich einig, dass es am heimischen Markt noch immer zu viele Netzbetreiber gibt. Pölzl hält zwei bis drei Handynetzanbieter für volkswirtschaftlich sinnvoll. Dass die beiden Mitbewerber One und "3" (Hutchison) bald übernommen werden könnten, glauben aber beide nicht. Dass der Kauf von tele.ring durch T-Mobile den Wettbewerb in Österreich verringern werde, glauben die beiden größten Netzbetreiber auch nicht. Derartige Kritik sei "Schwachsinn", so Pölzl. (APA/red)

1.2.2006 15:56