Trotz Sperre vom IOC: Betreuer Walter Mayer bei Olympia in Turin vor Ort dabei
- Trainer wohnt wie einige Athleten in Privatquartier
- Leiter für Langlauf & Biathlon hofft auf Edelmetall
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Um eine Betreuer-Akkreditierung für die XX. Olympischen Winterspiele in Turin hat Walter Mayer gar nicht angesucht. Der Weltmeister-Coach der ÖSV-Langläufer 1999 und aktuelle Sportliche Leiter für Langlauf und Biathlon ist vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nach dem Blutbeutelfund im Haus der ÖSV-Langläufer bei den Winterspielen 2002 bis 2010 gesperrt worden. In Turin ist Mayer aber dennoch dabei.
"Ich bin auf alle Fälle unten in Italien und werde mich um den Trainingsbetrieb kümmern", erklärte der 48-jährige Salzburger im APA-Gespräch. Wohnen wird Mayer in einem der Privatquartiere, die der ÖSV u.a. auch für Langläufer und Biathleten in Pragelato bzw. San Sicario angemietet hat, die Bewerbe wird er aus nächster Nähe verfolgen - und sei es nur mit normaler Eintrittskarte.
Die ÖSV-Athleten sieht Mayer rund eine Woche vor der Eröffnung der Spiele auf einem guten Weg. "Wir brauchen uns nicht zu verstecken, mit dem nötigen Glück sind auch Medaillen möglich", erklärte Mayer. Podestplätze traut der Radstädter den Langläufern Christian Hoffmann und Michail Botwinow (Gold und Silber über 30 km Skating 2002) zu und auch der Biathlon-Staffel. In den Biathlon-Einzelrennen müsste einem der starken Läufer ein "Nuller" gelingen, dann könnte das zweite Edelmetall der Geschichte nach Wolfgang Perners Sprint-Bronze 2002 Realität werden.
(apa/red)
