Österreichs Teens bei Web-Know-How vorn dabei: Über Schnitt, aber hinter Topnationen
- Kanada, Australien und Japan liegen vor Österreich
- Eifrige PC-Nutzer liefern bessere PISA-Ergebnisse

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Österreichs Jugendliche liegen bei ihren Computer- und Internet-Kenntnissen im Vorderfeld der OECD-Staaten. Das zeigt die OECD-Untersuchung "Are Students Ready for a Technology-Rich World?" (sinngemäß: Sind Schüler bereit für eine Technologie-basierte Welt?) mit Sonderauswertungen aus der Bildungsvergleichsstudie PISA. Die besten Werte erreichten die japanischen, kanadischen und australischen Jugendlichen. Interessant: PISA-Sieger Finnland liegt bei diesen Kenntnissen weit unter dem OECD-Schnitt.
Abgefragt wurden dabei die Computer- bzw. Internetfähigkeiten der 15- bis 16-jährigen Schüler: Im OECD-Schnitt können demnach 88 Prozent selbstständig ins Internet gehen, 70 Prozent können sich von dort Daten herunterladen, 58 Prozent ein Dokument an ein Mail anhängen, 66 Prozent Musik aus dem Internet herunterladen und 79 Prozent ein Mail schreiben bzw. versenden. Die österreichischen Jugendlichen liegen dabei im vorderen Feld: Von ihnen können 96 Prozent selbstständig ins Internet gehen, 87 Prozent Files herunterladen, 67 Prozent ein Attachement an ein Mail hängen, 71 Prozent Musik downloaden und 88 Prozent Mails versenden.
Auch bei PC-Aufgaben vorne mit dabei
Ein ähnliches Bild ergibt sich auch bei schwierigeren Computer-Aufgaben: Im OECD-Schnitt können 37 Prozent der 15- bis 16-Jährigen Software benutzen, um Viren aufzufinden und loszuwerden (Österreich: 48 Prozent). 47 Prozent schaffen es allein, eine PowerPoint-Präsentation zu erstellen (Österreich: 66 Prozent), 28 Prozent können eine Webpage erstellen (Österreich: 31 Prozent). Die absoluten Computer-"Profis" auf diesen Gebieten sitzen demnach in Kanada, Australien und den USA.
Erschreckend: 18 Prozent können nicht scrollen!
Bedenklich stimmt andererseits die Tatsache, dass im OECD-Schnitt immerhin 13 Prozent (Österreich: 18 Prozent) der 15- bzw. 16-Jährigen angaben, ohne Hilfe nicht ein Dokument hinauf- oder hinunterscrollen zu können. 14 Prozent können in der OECD kein Computerspiel starten (Österreich: acht Prozent), ebenfalls 14 Prozent (Österreich: fünf Prozent) kein Dokument oder File ausdrucken und zwölf Prozent (Österreich: fünf Prozent) kein Dokument oder File löschen.
Eifrige PC-User mit besseren Ergebnissen
Eifrige Computernutzer haben bei der internationalen Bildungsvergleichsstudie PISA bessere Ergebnisse erreicht als Jugendliche, die den Computer nicht oder kaum nutzen. Das zeigt die Untersuchung der OECD. Ausnahme: Für die Schüler-Leistungen eher abträglich ist die zu häufige Verwendung des Computers in der Schule. (APA/red)
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