Rauchern geht es an den Kragen: Mindest- preis für Zigaretten soll heute fixiert werden
- Ministerium: Kosten von 3,20 bis 3,30 im Gespräch.
- Regel gilt auch in Irland, Frankreich, Belgien & Italien.
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Im Gesundheitsausschuss des Parlaments steht heute das Thema "Mindestpreis für Zigaretten" zur Debatte. Im Gespräch sind 3,20 bis 3,30 Euro, die eine Packung Zigaretten künftig mindestens kosten soll. Österreich werde sich an bestehenden Regelungen in der EU orientieren, heißt es dazu aus dem Gesundheitsministerium.
Mindestpreise gibt es derzeit nur in Irland, Frankreich, Belgien und Italien. Auf der "grünen Insel" besteht eine Mindestpreisregelung bereits seit 1986. Raucher müssen dort vergleichweise tief in die Tasche greifen, um ihrem Laster zu frönen: Mindestens sechs Euro sind derzeit für eine Schachtel Zigaretten zu berappen. Dieser Mindestverkaufspreis, im Vergleich zu Frankreich, Belgien und Italien der absolut höchste, liegt maximal drei Prozent unter dem Durchschnittspreis aller am Markt befindlichen Sorten.
In Frankreich ist die Mindestpreisgrenze, die laut einer Formel mit 95 Prozent des gewichteten Durchschnittspreises fixiert wird, aktuell bei 4,50 Euro eingezogen. Eingeführt hat Frankreich die Regelung 2004. In Belgien wird der Mindestpreis seit 1. Juli 2005 über die Formel - 90 Prozent der meistverkauften Preisklasse, aufgerundet auf die nächsten 5 Cent - errechnet. Derzeit sind in belgischen Trafiken mindestens 3,25 Euro pro Packung zu bezahlen.
In Österreichs südlichem Nachbarland Italien wird der Mindestverkaufspreis anhand eines Anteils des gewichteten mittleren Verkaufspreises aller Zigaretten im Einzelhandel ermittelt, die in der Preisliste eingetragen sind und tatsächlich vertrieben werden. Italien hat dieses Modell seit 31. August 2005. Zur Zeit liegt der Mindestpreis dort bei 3,10 Euro. (apa/red)

