Dienstag, 24. Jänner 2006

Kein Stockerlplatz für ÖSV: Pärson gewinnt Super G in Cortina vor Mancuso und Kildow

  • Meissnitzer als beste Österreicherin auf 7. Rang
  • 8. Götschl, Berger und Dorfmeister ex aequo 10.

Österreichs Ski-Damen haben die Olympia-Generalprobe im Super G verpatzt. Im dichten Schneetreiben feierte in Cortina d'Ampezzo die Schwedin Anja Pärson ihren 31. Weltcup-Sieg, den zweiten im Super G. Während mit Julia Mancuso (+0,34 Sek.) und Lindsey Kildow (+0,78) gleich zwei US-Amerikanerinnen auf die weiteren Podestplätze kamen, reichte es für die beste Österreicherin, die Salzburgerin Alexandra Meissnitzer (+1,28), nur zu Rang sieben.

Damit landete erstmals seit 21. Dezember 2004, als Michaela Dorfmeister in St. Moritz Vierte geworden war, keine ÖSV-Dame in der zweitschnellsten Alpin-Disziplin auf dem Podest. Vor allem im Olympia-Winter hatten die Österreicherinnen mit elf Stockerlrängen in den ersten fünf Rennen im Super G dominiert.

"In Anbetracht der Tatsache, dass ich im Moment wegen meiner Knieverletzung nicht hundertprozentig fit bin, kann ich mit diesem Platz schon zufrieden sein", meinte Meissnitzer. "Doch es wäre schöner gewesen, wenn eine von uns aufs Podest gekommen wäre."

Die Abtenauerin, die auf den Riesentorlauf verzichtet, war in dem wegen Schneefalls um zweieinhalb Stunden verschobenen Rennen eigentlich nur deshalb gestartet, um im Spezial-Weltcup nicht zu viel Terrain auf Spitzenreiterin Michaela Dorfmeister zu verlieren. Da die Niederösterreicherin ex aequo mit Silvia Berger (je +1,44) Zehnte wurde, holte sie nun sogar zehn Punkte auf. "So gesehen hat der Start hier seinen Zweck erfüllt", betonte "Meisi".

Götschl unzufrieden: Platz am Stockerl vergeben
Unmittelbar hinter der 32-Jährigen wurde Renate Götschl Achte (+1,33), wobei für die Steirerin weit mehr möglich gewesen wäre. "Es war ein schwieriges Rennen, in dem ich manchmal zu weit von der Linie weg war. Vor allem unten habe ich verloren, sonst wäre es sich mit dem Podest vielleicht noch ausgegangen", analysierte Götschl.

Nicole Hosp, die bei ihrer Super-G-Premiere in St. Moritz mit Platz drei gleich auf Anhieb den Sprung aufs Stockerl geschafft hatte, schied diesmal mit Torfehler aus. "Null Bodensicht", lautete der Kurzkommentar der Tirolerin zu den alles andere als optimalen Bedingungen. "Deshalb hat es mich wegen der vielen Bodenwellen praktisch permanent versetzt."

Endstand des Super-G der Damen:
1.Anja PärsonSWE1:16,75 Min.
2.Julia MancusoUSA+0,34
3.Lindsey C. KildowUSA+0,78
4.Janica KostelicCRO+1,02
5.Petra HaltmayrGER+1,09
6.Carole Montillet-CarlesFRA+1,27
7.Alexandra MeissnitzerAUT+1,28
8.Renate GötschlAUT+1,33
9.Tina MazeSLO+1,34
10.Michaela DorfmeisterAUT+1,44
.Silvia BergerAUT+1,44
12.Kirsten L. ClarkUSA+1,48
13.Ingrid JacquemodFRA+1,52
14.Nadia StygerSUI+1,59
15.Libby LudlowUSA+1,65
16.Andrea FischbacherAUT+1,67
17.Martina Ertl-RenzGER+1,94
18.Martina SchildSUI+1,98
19.Chimene AlcottGBR+2,24
20.Daniela CeccarelliITA+2,25
21.Marlies SchildAUT+2,28
22.Karen PutzerITA+2,38
23.Sherry LawrenceCAN+2,41
24.Kathrin WilhelmAUT+2,45
25.Angelika GruenerITA+2,54
26.Wendy SiorpaesITA+2,57
27.Fränzi AufdenblattenSUI+2,71
.Ingrid RumpfhuberAUT+2,71
29.Jessica Lindell-VikarbySWE+2,73
30.Daniela MerighettiITA+2,81


(apa/red)

24.1.2006 11:55