Neues Kabinett in Bolivien: Erklärter Marxist zum neuen Energieminister ernannt
- Evo Morales: "Null Korruption und null Bürokratie"
- Indios stellen erstmals Mehrheit in der Regierung

·Bolivien: Morales
als Präsident vereidigt
Regierungschefs aus elf Staaten anwesend
·Indio-Revolutionär mit Sinn für Praxis
Von Minenarbeiter, Koka-Bauern zum Präsidenten
·Südamerika färbt sich weiter "rot"
Mit Morales-Sieg bereits das sechste linke Land
Der neue bolivianische Präsident Evo Morales hat einen erklärten Marxisten zum Energieminister ernannt. Die Berufung des Anwalts und ehemaligen Journalisten Andres Soliz Rada gilt als Signal für einen harten Kurs gegen die multinationalen Konzerne, die die Erdgasförderung des Landes unter Kontrolle haben.
Bei der Vereidigung der 16 neuen Minister gab Morales die Parole "null Korruption und null Bürokratie" aus. "Die Leute haben genug davon, das muss aufhören", sagte der sozialistische Politiker und erste Indio an der Spitze des Staates.
Erstmals in der 180-jährigen Geschichte Boliviens gehören die meisten Minister der indianischen Bevölkerungsmehrheit an. Zu ihnen gehört auch der bisher wenig bekannte Aymara-Indio David Choquehuanca als Außenminister. Mit der Leitung des Bergbauministeriums wurde Walter Villaroel von der Bergarbeiter-Gewerkschaft beauftragt. "Wir haben eine großartige Chance, um Bolivien zu verändern", sagte Morales. "Es gibt große Erwartungen in Bolivien wie in der ganzen Welt." (apa)
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