Nach Chirac-Drohungen: Auch Tony Blair zeigt sich über "Schurkenstaaten" besorgt
- Forderung an Iran und Syrien, Terror nicht zu stützen
- Britischer Premier spricht aber nicht von A-Bomben
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Der britische Premier Blair teilt die Sorge des französischen Staatschefs Chirac gegenüber "Schurkenstaaten". Bei seiner ersten Pressekonferenz im neuen Jahr nannte Blair in diesem Zusammenhang den Iran und Syrien. Er forderte Teheran und Damaskus auf, ihre Unterstützung für den Terrorismus einzustellen. Anders als Chirac drohte Blair den Staaten nicht ausdrücklich mit Atomangriffen.
"Wir haben keinerlei Verlangen, gegen die Bevölkerungen im Iran und Syrien vorzugehen", sagte Blair. "Doch die Regierungen dieser beider Länder müssen verstehen, dass es die einzige Grundlage für freundliche Beziehungen ist, wenn sie zu ihren internationalen Verpflichtungen stehen und nicht den Terrorismus in anderen Ländern unterstützen." Dies sei derzeit nicht der Fall. Der Iran unterstütze Terroristen im Mittleren Osten und anderswo aktiv, fügte der britische Regierungschef hinzu.
Zu Chiracs spektakulärer Drohung mit einem gezielten Einsatz französischer Atomwaffen gegen Terrorstaaten und jene Staaten, die Massenvernichtungswaffen anstreben, sagte Blair: "Ich habe nicht genau analysiert, was Herr Chirac gesagt hat." Allerdings teile er seine Aussage zur Bedrohung durch Schurkenstaaten und Staaten, die ihre Atom-Kapazitäten entwickeln und dabei ihre internationalen Verpflichtungen verletzen. (apa)
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