Online-Musikgeschäft hat sich verdreifacht:
Auch Verkauf von Songs fürs Handy boomt
- Musikbiz hat sich von illegalen Downloads erholt
- iTunes dominiert Online-Markt mit 80 Prozent Anteil

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Der Verkauf von Musik über Internet und Handy hat sich im Jahr 2005 verdreifacht. Allein die Plattenfirmen verbuchten Einnahmen von 1,1 Mrd. Dollar nach 380 Mio. vor einem Jahr, teilte der Verband der Phonoindustrie (IFPI) im "Digitalen Musikbericht 2006" mit. Der Verkauf von Musik über die neuen Medien mache nun sechs Prozent der Erlöse der Plattenindustrie aus - von praktisch Null vor zwei Jahren.
Im Internet wurden im vergangenen Jahr weltweit 420 Millionen Musiktitel heruntergeladen. Das war mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zu 2004 mit 156 Millionen Songs. Hauptmarkt bleiben allerdings die USA. Dort wurden 353 Millionen Titel heruntergeladen. In Deutschland verdreifachte dich das Online-Absatz auf 21 Millionen Songs - verglichen mit 6,4 Millionen 2004. Der Internet-Musikmarkt wird mit einem Anteil von zuletzt mehr als 80 Prozent vom Online-Shop iTunes des Computerkonzerns Apple dominiert. iTunes steuert derzeit auf die Marke von einer Milliarde verkaufter Songs zu. Insgesamt befänden sich in den Katalogen von Online-Anbietern derzeit zwei Millionen Titel.
Auch der Mobilfunk wird für die Plattenfirmen immer wichtiger. Allerdings entfalle ein großer Teil der Einnahmen von 400 Mio. Dollar (331 Mio. Euro) auf Klingeltöne, die aus Song-Fragmenten bestehen, hieß es. Besonders hoch seien die Handy-Verkäufe in Japan. Die Musikbranche habe sich nach schweren Verlusten in den vergangenen Jahren durch das illegale Downloaden von Hits erstaunlich gut erholt, sagte der IFPI-Vorsitzende John Kennedy. "Die erfolgreiche Entwicklung von 2005 hätte noch vor zwei Jahren kaum jemand voraussagen können", sagte Kennedy. Das digitale Musikgeschäft rechne auch für 2006 mit hohen Einnahmen. (APA/red)
