Tauziehen um Saliera beginnt: LH van Staa will das Salzfass zurück nach Tirol holen
- Kunstwerk war Geschenk an Erzherzog Ferdinand II.
- Skulptur war 3 Jahrhunderte lang auf Schloss Ambras
·KHM ist "gesichert wie ein Würstelstand"
Kritik an den mangelden Sicherheitsvorkehrungen
Nach dem Fund der aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien gestohlenen Saliera beansprucht nun Tirol das wertvolle Salzfass des italienischen Bildhausers Benvenuto Cellini, das als Geschenk König Karls IX. an Erzherzog Ferdinand II. von Tirol gelangte. "Ich hätte die Saliera gerne in Tirol", erklärte der Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa (V).
Die Saliera hatte bereits drei Jahrhunderte die Sammlung des Schloss Ambras in der Nähe von Innsbruck geziert. Van Staa hielt die Rückführung des Kunstwerkes nach Tirol für möglich. Er sei "sehr zuversichtlich," sagte er der Tageszeitung "Neue". Es lasse sich "sicher etwas machen", erklärte er in einem Interview. Für die Rückkehr der Saliera gebe es allerdings "noch einige Details zu klären".
Nach dem Zerfall der Monarchie seien die Kronjuwelen des Kaiserreiches nicht zwischen Bund und Ländern aufgeteilt worden. Fachleuten zufolge stehe Tirol unter anderem das Schloss Ambras, die Innsbrucker Hofburg, der Innsbrucker Hofgarten und auch die Saliera zu, hieß es in dem Zeitungsbericht. Um die Saliera aus dem Bundeseigentum zu lösen, sei jedoch ein Beschluss des Nationalrates zur Änderung der Bundesverfassung notwendig. (apa/red)
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