Deutliche Warnung an Iran im Atomstreit: Israel ist bereit, alle Mittel einzusetzen
- Mofaz: Atommacht Iran muss verhindert werden
- Ahmadinejad bringe "Leid und Unheil" über das Volk
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Israel will unter allen Umständen verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen kommt. Verteidigungsminister Mofaz erklärte, Israel bereite sich auch auf die Möglichkeit vor, dass die Diplomatie scheitere. Er warnte davor, Irans Präsident Ahmadinejad könnte "Unheil" über das iranische Volk bringen.
Mofaz sprach zwar nicht direkt von einem möglichen Angriff Israels auf den Iran, erklärte aber: "Israel wird unter keinen Umständen eine Atomwaffenfähigkeit des Iran akzeptieren, darauf bereiten wir uns vor."
Mofaz warnte die Bürger des Iran außerdem davor, dass ihr Präsident Ahmadinejad "Leid und Unglück" über sie bringen könnte, wenn er weiter zur Zerstörung Israels aufruft. Allerdings wisse er auch, dass es eine große Zahl Iraner gebe, die die Ideologie von Ahmadinejad nicht unterstützen würden, sagte der im Iran geborene Mofaz auf einer Konferenz in Jerusalem.
Ahmadinejad hatte kürzlich gesagt, der Völkermord an den Juden sei ein "Mythos". Auch hatte er gefordert, der jüdische Staat müsse von der Landkarte getilgt werden. Der iranischen Präsident rief die islamischen Staaten dazu auf, ihre wirtschaftliche Macht gegen den Westen einzusetzen. Die islamischen Staaten sollten ihr wirtschaftliches Potenzial nutzen, um "den Feinden die Hände abzuhacken", sagte er. Irans Finanzminister Danesh-Jafari drohte, Wirtschaftssanktionen gegen den Iran würden zu einem drastischen Anstieg der Ölpreise führen.
Laut einem TV-Bericht von RTL ist die iranische Regierung allerdings bereit, im Atomkonflikt einen russischen Vorschlag anzunehmen und seine Urananreicherung in ein internationales Gemeinschaftsunternehmen auszulagern. Dies habe der iranische Chefunterhändler in den Atom-Gesprächen, Ali Larijani, in einem Interview mit dem Sender erklärt. (apa/red)
