BZÖ verliert nun auch ihr einziges Kernland:
Bei Wahl in Kärnten wäre SP klare Nummer 1
- 44 Prozent für die "Roten", BZÖ mit 24, FPÖ mit 7 %
- Bei letzter Wahl damalige FPÖ unter Haider mit 42%
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Ein Dreivierteljahr nach Gründung des BZÖ und rund drei Jahre vor der nächsten Kärntner Landtagswahl gibt es jetzt eine Gallup-Umfrage zum derzeitigen Wahlverhalten im südlichsten Bundesland. Demnach wären nicht mehr die Freiheitlichen, sondern die SPÖ die dominierende Kraft im südlichsten Bundesland. Überhaupt würden alle Parteien auf Kosten der Freiheitlichen zulegen können.
Laut der zwischen dem 5. und 8. Jänner durchgeführten und in der Mittwoch-Ausgabe der "Kärntner Woche" veröffentlichten Umfrage unter 400 Kärntnerinnen und Kärntnern käme die SPÖ derzeit auf 44 Prozent, was einem Zugewinn von 5,6 Prozentpunkten gegenüber der Wahl 2004 bedeuten würde. Das BZÖ unter Landeshauptmann Jörg Haider würde es hingegen nur auf 24 Prozent, die FPÖ auf sieben Prozent bringen. Zuletzt hatten die noch vereinten Freiheitlichen 42,4 Prozent geschafft, würden laut Umfrage daher insgesamt mehr als elf Prozent einbüßen.
Zugewinne gäbe es laut Umfrage hingegen für die ÖVP und die Grünen. Die Schwarzen würden gegenüber dem März vergangenen Jahres um 3,4 Prozentpunkte auf 15 Prozent zulegen, die Grünen um 2,3 Prozentpunkte auf neun Prozent. Ein Prozent der Wählerinnen und Wähler würde laut Gallup-Institut "Sonstigen" ihre Stimme geben.
Die Mehrzahl der Befragten glaubt auch, dass die orange-rote Koalition nicht bis zum Ende der Legislaturperiode halten werde. Konkret sind 21 Prozent der Meinung, dass die Zusammenarbeit noch 2006 beendet wird, 36 Prozent vermuten ein Ende noch vor 2009. Vom Halten der Koalition sind 38 Prozent überzeugt, fünf Prozent wollten sich nicht festlegen.
(apa/red)
