Touristiker erwarten neuen Rekordwinter:
Plus an Kurzurlauben & an Osteuropa-Gästen
- Zwei Prozent mehr Nächtigungen für Winter 2005/06
- Jeder fünfte Arbeitsplatz durch Tourismus generiert

·Österreich-Tourismus
mit Top-Buchungslage
Gute Wetterbedingungen kurbeln Wintersaison an
·Tourismus: Ö hält sich in Spitzenposition
Mehr Gäste, aber etwas kürzere Aufenthaltsdauer
·Kleinwalsertal bester Ferienort in den Alpen
Vorarlberger Destination international erfolgreich
·Tourismus-Turbo mit Burgen, Stiften & Co.
Verein "Via Imperialis" wächst innerhalb Europas
·Sommersaison bleibt Tourismus-Sorgenkind
Experte rät zu Schlecht- wetter-Einrichtungen
Die heimische Tourismuswirtschaft dürfte sich heuer neuerlich über einen Rekordwinter freuen. In der laufenden Wintersaison 2005/06 sei ein neuerliches Rekordergebnis zu erwarten, sagte der Tourismusobmann der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Johann Schenner, gestern, Dienstag, Abend vor Journalisten. Es sei in der Branche aber "nicht alles eitle Wonne", zumal man sich um den Sommer- und den Herbst-Tourismus verstärkt kümmern müsse.
Für den Winter 2005/06 sei ein zweiprozentiges Nächtigungsplus zu erwarten, nach 59,2 Mio. Nächtigungen im vergangenen Winter: "Der 60er müsste schon zu schaffen sein", meinte Schenner. Punkto Umsätze erwartet Wifo-Tourismusexperte Egon Smeral ein Plus von mindestens fünf Prozent, was vor allem auf die EU-Präsidentschaft, die allgemeine Wirtschaftserholung und neue Gästeschichten aus Osteuropa und Russland zurückzuführen sei, wie Smeral betonte. Dieser Umsatztrend werde u.a. dank der EU-Präsidentschaft und dem Mozart-Jahr auch das gesamte Jahr 2006 anhalten.
Mit Kontinuität zum Wachstum
Die Vorausbuchungen für die Wintersaison seien stabil, die klassischen Wochenend-Aufenthalte ebenfalls, während die Kurzurlaube immer mehr würden, berichtete Schenner. Insgesamt habe die "Geiz ist geil"-Mentalität den Tourismus aber noch nicht erreicht. Im Erschließen neuer Gästeschichten - etwa aus Osteuropa - würden erste Erfolge erzielt, auch der Städte- und Thermentourismus sei stabil, freute sich Schenner.
Wirtschaftsmotor Tourismus
Im heimischen Tourismus waren im Jahr 2005 rund 163.000 Mitarbeiter beschäftigt. Rechnet man alle durch den Tourismus ausgelösten direkten und indirekten Effekte in der Tourismus- und Freizeitindustrie (inklusive nicht-touristischem Freizeitkonsum am Wohnort) dazu, kommt man auf eine Zahl von 750.000 Tourismus-Vollzeitbeschäftigten (Stand 2004). Angesichts der insgesamt 3,5 Mio. Erwerbstätigen in Österreich werde damit jeder 5. Vollarbeitsplatz durch die Tourismus- und Freizeitwirtschaft generiert, berichtete Smeral unter Bezug auf das so genannte Tourismus-Satellitenkonto (TSA). Die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte des Tourismus (ohne Dienst- und Geschäftsreisen) belaufen sich laut TSA auf 20,88 Mrd. Euro, was knapp 9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) entspricht, berichtete Smeral. Rechnet man die Aufwendungen der Österreicher am Wohnort dazu, komme man auf 39 Mrd. Euro bzw. 16,3 Prozent des BIP. (APA/red)
Syrien-Krise18:14
Obama ein Feigling?Wegschauen oder eingreifen? US-Präsident schweigt zum Massaker von Houla
Nachbeben in Italien20:01
Mehrere TodesopferErneut große Schäden und Tote nach schweren Erdstößen in Norditalien
