Weintipp: Nackenheim Rothenberg 2004 -
Ein deutscher Riesling aus dem Bilderbuch
- Weinpapst Parker: "Es hat mich umgehauen"
- PLUS: Kostnotiz vom unabhängigen Networld-Test

·Buchtipp: Riesling - Die Königin der Weine
Der finessenreiche und vielseitige Wein im Porträt
·Ein Genuss-Mikro- kosmos: das magazin
Top-Restaurant, Wein-bar, Shops, Seminare...
Die besten Rieslinge der Welt wachsen in Deutschland und in Österreich. Welches Land bei welcher Verkostung die Nase vorne hat, ist dabei nicht so wichtig. Für den Konsumenten zählt viel mehr der einzelne Wein, der ihm am besten schmeckt. Dabei lohnt es sich durchaus, über den Tellerrand zu blicken. Wein-Kritiker wie Robert Parker helfen uns dabei.
Der möglicherweise einflussreichste Weinkenner der Welt war vom Riesling Nackenheim Rothenberg 2004 derart begeistert, dass er ihn in den höchsten Tönen gelobt hat: "...duftet verführerisch nach Mandarine, süßlich nach harzigen grünen Kräutern, Speck, Zitronenöl, Honig und Meeresbrisen. Und apropos Brise: An diesem Wein hat mich einfach alles umgehauen! Die lebendige Essenz frischer Zitrone, kräftige Nussöle, scharfe Kräuter und Zitrusschale, Meeresgischt, intensiv rauchige Erdtöne, sahnige Struktur, zarte und stützende Depottöne, und eine mysteriöse, animalische Seite fügen sich allesamt zu einer geschmacklichen Tour de Force." (94 - 96 von 100 Punkten)
Um eine Einordnung dieser Benotung zu erleichtern ist ein Vergleich mit heimischen Rieslingen sicher sinnvoll: Die höchsten Bewertungen für einen 2004er Riesling waren 94 Parker-Punkte, die sich Hirtzberger, Jamek und Prager teilten.
Das Weingut und die Lage
Der Schöpfer des oben beschriebenen Rieslings ist Fritz Hasselbach vom Weingut Gunderloch in Nackenheim im deutschen Rheinhessen. Die Winzer profitieren vom Einfluss des Rheins, der für ein Mikroklima mit milden Tagen bis spät in den Herbst hinein verantwortlich ist. Aber schon früh im Jahr sorgen kühle Nächte für rassige Säure - Bedingungen wie sie große Rieslinge lieben. Die Hanglagen des Rothenbergs fallen direkt zum Rhein ab und zeigen nach Südosten. Das Einzigartige am Rothenberg ist die mineralische Zusammensetzung der roten Erde. Es handelt sich um eisenhaltigen Tonschiefer, der sich rasch erwärmt und die Wärme gut speichert.
Networld-Kostnotiz
Helles Goldgelb. In der Nase vielschichtige Fruchtnoten mit Mandarine, Limette, Melisse, Marille und Quitte. Am Gaumen würzig und mit lebendiger Säure, Kräutern, nobler Mineralik und Bittermandel. Bleibt lange haften. (red)
Webtipp:
www.gunderloch.de
Erhältlich im Magzin in der Augustiner Straße 13 in Salzburg.
www.magazin.co.at
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