Für Miller wird Luft nach Alk-Sager dünn:
US-Skistar drohen jetzt Konsequenzen
- Verband und Trainer sauer: "Er hat Grenze erreicht"
·Miller fuhr Rennen in betrunkenem Zustand!
'Slalom fühlt sich an, als knallt man ständig vs Tür'
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US-Skistar Bode Miller drohen nach seinen umstrittenen Äußerungen über Alkoholkonsum bei alpinen Weltcup-Rennen ernste Konsequenzen. Der Skiverband der USA schickte seinen Alpinchef nach Wengen, um den Gesamtweltcupsieger vor den dortigen Rennen am Wochenende zur Rede zu stellen.
"Letztlich muss jeder, egal ob ein Star oder nicht, die Werte des Teams respektieren", sagte Jesse Hunt, der nach Sponsorenprotesten gemeinsam mit Verbandspräsident Bill Marolt nach Wengen reiste.
Cheftrainer Phil McNichol hat offenkundig genug von den andauernden Eskapaden Millers. "Es hat eine Grenze erreicht, wo es nicht mehr um bloße Meinungsäußerung geht", sagte McNichol der Nachrichtenagentur AP. "Bode muss uns die Frage beantworten, ob er weiterhin Mitglied des US-Skiteams sein will."
Miller hatte in einer US-Talkshow erklärt, beim vorzeitigen Gewinn des Weltcups beim Saisonfinale in Lenzerheide im März 2005 nach einer durchfeierten Nacht "fertig" an den Start des abschließenden, aber für ihn bedeutungslosen Slalom gegangen zu sein. In der Schweiz belegte er immerhin den sechsten Platz.
Dass er jedoch betrunken Rennen bestritten habe, wie von einigen Medien wegen der missverständlichen Äußerungen berichtet, dementierte der 28-Jährige entschieden. Miller verweigert der Presse derzeit jegliche Auskünfte, kündigte aber eine Erklärung bis zum Wochenende an.
Der Doppel-Weltmeister von Bormio hatte als erster US-Amerikaner seit 22 Jahren den Gesamtweltcup gewonnen, seitdem aber immer wieder mit umstrittenen Äußerungen für Aufsehen gesorgt. Seine Forderung nach der kontrollierten Freigabe bestimmter Dopingmittel brachte ihm eine öffentliche Rüge des Weltverbands-Präsidenten Gian-Franco Kasper ein. Miller klagte wiederholt über Motivationsprobleme und brachte die Idee einer von ihm organisierten Konkurrenz-Tour zum Ski-Weltcup ins Gespräch.
Zum Rebellen-Image passt auch seine Klage, die Öffentlichkeit würde bei den Olympischen Winterspielen in Turin fünf Goldmedaillen von ihm erwarten. Anders als in der vergangenen Saison haben die Eskapaden jedoch Auswirkungen auf seine Ergebnisse. Vor einem Jahr lag Miller im Gesamtweltcup deutlich vorn, nach mehreren Ausfällen ist er derzeit mit 117 Rückstand auf Spitzenreiter Benjamin Raich Zweiter.
(apa/red)
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