Iran plant Konferenz über wissenschaftliche
Belege für Holocaust: Termin ist noch offen
- Regimezeitung lässt Neonazis zu Wort kommen
Der Iran plant eine Konferenz über wissenschaftliche Belege für den Holocaust. Die Tagung solle der "Diskussion und Überprüfung der Auswirkungen" des Holocausts dienen. "Es ist eine seltsame Welt. Man kann über alles diskutieren außer über den Holocaust", sagte Außenamtssprecher Hamid Reza Asefi vor Journalisten. Über Termin, Ort und Teilnehmer der geplanten Konferenz machte er keine Angaben.
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hat in den vergangenen Monaten mehrfach mit israelfeindlichen Äußerungen international für Empörung gesorgt. Ende vergangenen Jahres bezeichnete er den Holocaust als Mythos und forderte, Israel von der Landkarte zu tilgen.
Die englischsprachige iranische Regimezeitung "Tehran Times" hatte Ende Dezember in ihrer Internetausgabe Neonazis und Holocaust-Leugner als "Zeugen" für die Thesen Ahmadinejads aufgerufen. So ließ das Blatt unter anderen den ehemaligen RAF-Terroristen und nunmehrigen deutschen Neonazi Horst Mahler oder den "Revisionisten" Robert Faurisson in E-Mails zu Wort kommen. (apa)
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