Laut Zeitung: Ex-Kanzler Schröder drängte Freund Putin zu Kompromiss im Gas-Streit
- Vertrauliche Telefonate mit russischen Staatschef
·Russland: Neuer Gas- Streit bahnt sich an
Bulgarien, Moldawien und Türkei gegen Moskau
·In Ukraine wird der Atomsektor ausgebaut
Soll Abhängigkeit von Gas
aus Russland verringern
·Gas-Streit: Russland & Ukraine mit Einigung
Kiew wird künftig 95 statt 50 US-Dollar bezahlen
·CHRONOLOGIE
Alles über den russisch-ukrainischen Gas-Streit
·Moskau nutzt die Macht der Pipelines
Gazprom wird langsam zu geopolitischer Waffe
Der deutsche Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich nach einem Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" in vertraulichen Gesprächen um eine Beilegung des Gas-Streits zwischen Russland und der Ukraine bemüht. Er habe in Telefonaten mit Russlands Präsident Wladimir Putin und dem Chef des halbstaatlichen Gaskonzerns Gazprom, Alexej Miller, auf einen Kompromiss mit der Ukraine gedrängt, hätten Vertraute Schröders berichtet.
Schröders Berliner Büro wollte die Aktivitäten weder bestätigen noch dementieren. SPD-Parteifreunde hatten Schröder öffentlich aufgefordert, mäßigend auf die russische Seite einzuwirken. Sie hatte vorübergehend den Gashahn für die Ukraine abgedreht, weil Kiew sich weigerte, erheblich höhere Preise zu zahlen. Der 61-Jährige soll demnächst Aufsichtsratschef einer Gazprom-Tochter werden.
(apa/red)
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