Hickersberger tippt für NEWS alle Spiele
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- Hicke-Prognose: Deutsche scheitern im Viertelfinale
- PLUS: ÖFB-Teamchef sagt, was wir lernen können
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Diese Fußball-Show der Superlative lässt sich Österreichs neuer Teamchef mit Sicherheit nicht entgehen. Vier Wochen lang, vom Eröffnungsspiel am 9. Juni zwischen Gastgeber Deutschland und Costa Rica in München bis zum großen Finale am 9. Juli im Berliner Olympiastadion, wird Josef Hickersberger hautnah dabei sein, wenn 32 Nationalmannschaften aus allen fünf Kontinenten um die Krone des Weltfußballs spielen: "Ich möchte so viel wie möglich mitbekommen, nicht nur Spiele sehen, sondern auch beobachten, wie zum Beispiel Jürgen Klinsmann seine Mannschaft bei einem Heimturnier vorbereitet, welche Schwerpunkte er setzt. Da können wir als Gastgeber der EM 2008 nur lernen."
Aufbruchsstimmung durch die WM im Nachbarland. Ein wenig schmerzen wird's "Hicke" dabei trotzdem noch, dass Österreich bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland nur Zuschauer ist. Aber: "Wir in Österreich können rund um diese WM eine Aufbruchsstimmung erzeugen. Wenn wir diese Stimmung dann in den nächsten zweieinhalb Jahren bis zu unserer Heim-EM 2008 beibehalten, dann haben wir schon einen großen Schritt in Richtung einer guten Entwicklung unseres Fußballs getan."
Hickersbergers erklärte Favoriten für den Titel sind auch diesmal wieder die Fußballkünstler aus Brasilien: "Die haben ein unglaubliches Reservoir an Klassespielern, die könnten fünf Mannschaften für das Turnier nominieren, und alle fünf würden um den Titel mitspielen. Die Brasilianer sind das im Fußball, was wir Österreicher beim Skifahren sind."
"Hicke" schließt Sensation aus
Eine Sensation, wie sie vor zwei Jahren den Griechen bei der Europameisterschaft in Portugal gelungen ist, schließt "Hicke" aus: "Für den WM-Titel kommen nur die ganz großen Fußballnationen infrage. So gesehen erwarte ich auch keinen Machtwechsel im Weltfußball. Die kleineren Fußballnationen aus Afrika oder Asien können in dem einen oder anderen Spiel so wie Südkorea vor vier Jahren sicher wieder für Überraschungen sorgen und technisch hoch stehenden Fußball zeigen, für einen WM-Titel sind sie aber noch nicht reif."
Vom Spielsystem her oder von der taktischen Ausrichtung erwartet Hickersberger ebenfalls keine großen Neuerungen: "Es ist heute ziemlich egal, ob du jetzt mit einer Dreier- oder Viererkette spielst, im Prinzip praktizieren alle Teams weltweit die Raumdeckung, vertrauen auf eine bestimmte Grundordnung. Letzten Endes hängt das immer von den eigenen Möglichkeiten ab, konkret von den Spielern, die dir zur Verfügung stehen." Auch im Fußball, so der österreichische Teamchef, hat die Globalisierung längst gegriffen: "Es gibt zum Beispiel keinen typisch englischen Fußball mehr. Die Legionäre aus aller Herren Länder, aber auch Trainer aus Frankreich oder Portugal haben neue spielerische Momente auf die Insel gebracht. Der für Teams aus England typische Kick-and-rush-Stil gehört längst der Vergangenheit an."
Traumfinale Brasilien-Holland
Hickes Traumfinale: Brasilien gegen Holland. Und dann setzt sich Hickersberger hin und tippt für die NEWS-Leser alle 64 WM-Spiele Interessant: Von 14 Teams aus Europa überstehen nach der "Hicke"-Prognose gleich 13 die Gruppenphase und ziehen ins Achtelfinale ein, nur Serbien und Montenegro muss danach vorzeitig die Koffer packen. Und geht's nach dem österreichischen Teamchef, dann warten auf die Fans schon in der ersten K.-o.-Runde "Knaller" wie Frankreich gegen Spanien oder Brasilien gegen Italien.
Gastgeber Deutschland scheitert im Viertelfinale am Erzrivalen Holland. Die "Oranjes" wiederum liefern den Brasilianern im Endspiel einen heroischen Kampf, verlieren aber dennoch gegen die "Samba-Kicker". Hickersberger: "Das wär mein Traumfinale - zum Zungenschnalzen."
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