Sieg für Janda UND Ahonen bei 4-Schanzen-Tournee: Tscheche & Finne ex-aequo voran!
- Österreicher stark: Drei ÖSV-Adler in den Top-10
- Bester Rot-Weiß-Roter wird Morgenstern als Achter
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NACHLESEN: So endeten die 4 Tournee-Springen
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Die 54. Vierschanzen-Tournee wurde am Dreikönigstag mit einem sensationellen Finale beendet: Janne Ahonen holte seinen ersten Tagessieg in Bischofshofen und den insgesamt 32. Weltcupsieg. Der 28-jährige Finne siegte mit 141 und 141,5 Metern zwei Punkte vor Jakub Janda und egalisierte damit exakt den Vorsprung des Tschechen nach den ersten drei Stationen. Erstmals in der Geschichte der Traditionsveranstaltung gibt es damit zwei Gesamtsieger.
Im Zielauslauf der Paul-Außerleitner-Schanze mussten nicht nur beide Bundeshymnen gespielt werden, die Organisatoren müssen auch tiefer in die Tasche greifen. Natürlich bekommen Ahonen und Janda beide jeweils das 33.000 Euro wertvolle Siegerauto, einen Nissan "Pathfinder".
Ahonen stellt Weißflog-Rekord ein
Ahonen hat den Rekord von Jens Weißflog eingestellt und sich ebenfalls zum bereits vierten Mal zum Gesamtsieger der Tournee gekürt, Janda feierte den ersten Sieg für Tschechien überhaupt. Vor 35 Jahren hatte Jiri Raska für die CSSR die Tournee gewonnen.
"Ich war ein bisschen nervös vor dem Bewerb, es war unglaublich", zeigte Ahonen Emotionen. Der vierte Rekordsieg bei der Tournee bedeute ihm schon sehr viel. "Ich finde derzeit keine Worte." Zum ex-aequo-Sieg meinte der Finne: "Wir sind Beide in guter Form, haben viel Selbstvertrauen. Es schaut aber nur so aus, als wären wir in einer eigenen Liga. Auf dem Kulm wird es auch andere starke Springer geben, das ist eine eigene Welt", sagte Ahonen.
Morgenstern erneut bester Österreicher
Bester Österreicher war ein Mal mehr Thomas Morgenstern, der nach 132 und 130 Metern auf dem 8. Platz landete, mit Andreas Widhölzl (9.) und Andreas Kofler (10.) landeten diesmal immerhin drei Österreicher in den Top Ten. Der 21-jährige Kofler ist damit zum zweiten Mal nach 2002/03 (damals wurde er Vierter) als Gesamt-8. bester ÖSV-Adler im Gesamtklassement.
Österreichs "Adler" haben damit aber das schlechteste Gesamt-Ergebnis seit 22 Jahren (Andreas Felder als Gesamt-10.) ersprungen. Erstmals seit sieben Jahren (1997/98) gelang nicht ein einziger Podestplatz. Die Zielvorgaben von Toni Innauer (Top 3 im Gesamtresultat oder Sieg bei einem der vier Bewerbe) wurden also klar verfehlt, für das beste Tages-Ergebnis sorgte Thomas Morgenstern mit Rang vier auf dem Bergisel nach Halbzeitführung.
Schlechtestes Gesamtergebnis seit 22 Jahren
"Es schmerzt und tut weh, wenn man seine Hoffnungen nicht erfüllen kann. Wir haben uns in Teilbereichen verbessert, aber die Summe der Einzelteile hat weniger als das Ganze hergegeben. Wir haben den richtigen Schlüssel nicht gefunden", sagte daher auch der Nordische Direktor. Auch Cheftrainer Alex Pointner gab zu, dass "die Enttäuschung da ist. Wir müssen uns jetzt aber auf unser nächstes großes Ziel, die Skiflug-WM auf dem Kulm, konzentrieren. Wir müssen nicht viel ändern und die Tournee jetzt abhaken."
Einem Andi Kofler, der mit seinem dritten Rang in Engelberg immer noch den einzigen ÖSV-Podestplatz in der Olympiasaison hält, kann man freilich keine Vorwürfe machen. "Ich bin im Großen und Ganzen recht zufrieden. Ich habe eine absolute Leistungssteigerung gezeigt. Jetzt freue ich mich voll auf die Flug-WM, weil ich gut in Form bin."
Morgenstern mit Platz acht zufrieden
Zufrieden war auch Morgenstern nach dem achten Tagesrang in Bischofshofen. "Viel mehr als der achte Platz war nicht drinnen heute. Im Training und der Quali waren wir öfters vorne dabei. Aber uns hat einfach im Bewerb die 'Fettn' (das Glück-Anm.) gefehlt."
Eine der Enttäuschungen der Tournee aus ÖSV-Sicht war mit Sicherheit auch Martin Höllwarth. Der 31-jährige Tiroler, der nach Erkrankungen schon in der gesamten Saison seiner Form nachläuft, qualifizierte sich in Bischofshofen nicht für das Finale der besten 30. Dabei hatte er hier im Vorjahr sogar gewonnen. Schon in Innsbruck hatte "Hölli" sich nicht einmal qualifiziert. "Ich werde jetzt auf jeden Fall trainieren gehen. Der Zeitpunkt ist da, neu anzufangen. Mein Ziel ist ganz klar Olympia", meinte Höllwarth, für den die Skiflug-WM kein Thema ist.
| Ergebnis Bischofshofen: | ||||
| 1. | Janne Ahonen | FIN | 293,0 | (141,0/141,5) |
| 2. | Jakub Janda | CZE | 291,0 | (141,0/139,0) |
| 3. | Roar Ljökelsöy | NOR | 282,0 | (137,0/138,0) |
| 4. | Andreas Küttel | SUI | 277,7 | (137,0/137,0) |
| 5. | Björn Einar Romören | NOR | 265,8 | (134,0/134,5) |
| 6. | Takanobu Okabe | JPN | 264,6 | (135,5/131,5) |
| 7. | Alexander Herr | GER | 262,0 | (132,0/135,5) |
| 8. | Thomas Morgenstern | AUT | 257,6 | (132,0/130,0) |
| 9. | Andreas Widhölzl | AUT | 256,6 | (132,5/132,0) |
| 10. | Andreas Kofler | AUT | 255,9 | (129,0/134,0) |
| 11. | Noriaki Kasai | JPN | 255,5 | (132,5/130,0) |
| 12. | Michael Uhrmann | GER | 254,4 | (131,0/132,0) |
| 13. | Rok Benkovic | SLO | 253,5 | (133,0/129,5) |
| . | Sebastian Colloredo | ITA | 253,5 | (129,5/133,0) |
| 15. | Janne Happonen | FIN | 252,6 | (132,5/129,5) |
| . | Matti Hautamäki | FIN | 252,6 | (132,5/129,5) |
| 17. | Tami Kiuru | FIN | 247,0 | (130,0/130,0) |
| 18. | Henning Stensrud | NOR | 246,2 | (130,5/128,5) |
| 19. | Michael Möllinger | SUI | 245,7 | (130,5/128,5) |
| 20. | Simon Ammann | SUI | 245,4 | (128,5/129,5) |
| 21. | Reinhard Schwarzenberger | AUT | 243,0 | (127,5/130,0) |
| 22. | Georg Späth | GER | 242,2 | (127,5/129,0) |
| 23. | Daiki Ito | JPN | 239,9 | (127,5/128,0) |
| 24. | Dmitrij Wassilijew | RUS | 239,7 | (128,0/128,5) |
| . | Wolfgang Loitzl | AUT | 239,7 | (130,0/124,0) |
| 26. | Lars Bystöl | NOR | 235,1 | (125,5/128,0) |
| 27. | Manuel Fettner | AUT | 230,1 | (126,5/123,0) |
| 28. | Martin Koch | AUT | 226,5 | (129,0/121,0) |
| 29. | Anders Bardal | NOR | 224,8 | (127,5/121,0) |
| 30. | Jan Matura | CZE | 221,2 | (126,0/120,5) |
| 31. | Joonas Ikonen | FIN | 214,4 | (121,5/121,5) |
(apa/red)
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