Lars Bystöl siegt bei Berg Isel-Springen: Morgenstern nach Halbzeit-Führung Vierter!
- Janda wird noch Zweiter, Ahonen auf sechstem Rang
- ÖSV: 11. Kofler, 12. Widhölzl, 16. Loitzl, 20. Koch
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Österreichs Skispringer müssen 37 Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Turin weiter auf den ersten Saisonsieg warten: Thomas Morgenstern war am Mittwoch als Halbzeitleader als Letzter vom Bergisel gesegelt, am Ende verfehlte der Kärntner nicht nur den Sieg, sondern um 0,5 Punkte den dritten Rang und wurde Vierter. Platz eins bei der dritten Station der 54. Vierschanzen-Tournee in Innsbruck ging überraschend an den Norweger Lars Bystöl, der seinen ersten Weltcupsieg überhaupt feierte.
Jakub Janda verbesserte sich mit einem 133-m-Flug, dem weitesten des Tages, noch vom 13. Zwischenrang auf Platz zwei und überholte damit Tournee-Gesamtleader und Titelverteidiger Janne Ahonen um zwei Punkte. Für Spannung im Pongau am Dreikönigstag ist also gesorgt. Andreas Kofler landete unmittelbar vor Andreas Widhölzl auf Platz elf und verbesserte sich damit in der Gesamtwertung als bester Österreicher vom zehnten auf den siebenten Zwischenrang.
Morgenstern: "Ich freu' mich auch über den vierten Platz"
Von Morgenstern fiel großer Druck ab. "Endlich wieder ein lässiger Sprung, endlich bin ich wieder dort, wo ich hingehöre", sagte der 19-Jährige nach dem ersten Sprung, doch auch der Rückfall auf Platz 4 machte ihn nicht unglücklich. "Auf jeden Fall freu' ich mich auch über den vierten Platz, denn es war ein Schritt in die richtige Richtung. Leider ist sich um einen halben Punkt das Stockerl nicht ausgegangen. Aber allein das oben Sitzen als Letzter auf dem Bergisel war schon ein Traum." Ein halber Meter weiter und Morgenstern wäre Dritter gewesen.
Janne Ahonen, der am Ende auf Platz sechs landete, und auch Janda waren nach dem 1. Durchgang nur an 10. bzw. 13. Stelle gelegen, beide konnten zwar noch zulegen, besonders der Tscheche, aber der Tagessieg gehörte Bystöl. Nach den Plätzen 20 und 28 in Deutschland stand er nun ganz oben auf dem Treppchen. "Sehr nett. Es war ein hartes Jahr, aber ich war sehr geduldig. Es war mein erster Sieg", freute sich der Norsker.
Im Trainer-Lager der Österreicher nahm man Rang vier doch mit gewissem Zähneknirschen zur Kenntnis, nach Halbzeitführung schaute nicht einmal der zweite Podestplatz im Olympiawinter heraus. "Es ist momentan nicht einfach. Wir waren in einer sehr guten Ausgangsposition, Morgenstern hat erstmals seit langem wieder einmal geführt, er war heute ganz konstant. Natürlich wäre ich froh, wenn er ganz oben gestanden wäre", sagte Cheftrainer Alexander Pointner.
Auch der nordische Direktor, Toni Innauer, hätte sich freilich mehr gewünscht."Insgesamt haben wir natürlich einen höheren Anspruch und wollen um Stockerlplätze und den Sieg mitspringen. Wir haben im Zuge der Tournee wie viele andere Nationen Probleme bekommen, aber es gibt erste Anzeichen, dass wir die Kurve kriegen." Kofler konnte sich zwar in der Gesamtwertung von der 10. an die 7. Stelle verbessern, doch angesichts des zweitbesten ÖSV-Adlers nur auf Rang 15 des Gesamtklassements (Martin Koch) ist Innauer nicht glücklich. "Einer unter den Top Ten ist für uns zu wenig. Unser Ziel war ein Top-3-Platz in der Gesamtwertung oder ein Tagessieg. Beim zweiten Ziel waren wir hier knapp dabei, in Bischofshofen werden wir es wieder versuchen."
Das Dreikönigs-Springen am Freitag in Bischofshofen bietet jedenfalls aus internationaler Sicht große Spannung: Janda liegt mit 790,5 Zählern exakt 2 Punkte vor Titelverteidiger Ahonen, der Norweger Roar Ljökelsoy (775,1) ist noch in Schlagweite. Bester Österreicher ist Kofler als 7. (736,9), Koch ist 15. (696,6).
| Ergebnisse Tourneebewerb Innsbruck: | |||
| 1. | Lars Bystöl | NOR | 264,7 (127,0/129,5) |
| 2. | Jakub Janda | CZE | 263,2 (123,5/133,0) |
| 3. | Björn Einar Romören | NOR | 258,1 (126,0/128,5) |
| 4. | Thomas Morgenstern | AUT | 257,6 (130,0/124,5) |
| 5. | Roar Ljökelsöy | NOR | 256,9 (128,0/125,0) |
| 6. | Janne Ahonen | FIN | 255,4 (124,0/129,0) |
| 7. | Andreas Küttel | SUI | 255,2 (127,5/124,0) |
| 8. | Takanobu Okabe | JPN | 253,8 (123,5/130,0) |
| 9. | Noriaki Kasai | JPN | 251,7 (128,0/123,5) |
| 10. | Rok Benkovic | SLO | 251,4 (126,0/124,5) |
| 11. | Andreas Kofler | AUT | 251,3 (125,0/126,0) |
| 12. | Andreas Widhölzl | AUT | 250,2 (123,5/128,0) |
| 13. | Georg Späth | GER | 248,4 (124,5/126,0) |
| 14. | Sebastian Colloredo | ITA | 248,1 (123,5/126,0) |
| 15. | Matti Hautamäki | FIN | 247,1 (126,5/123,0) |
| 16. | Wolfgang Loitzl | AUT | 243,6 (124,0/123,0) |
| 17. | Henning Stensrud | NOR | 242,5 (121,5/126,0) |
| 18. | Primoz Peterka | SLO | 239,4 (121,5/124,0) |
| 19. | Dmitrij Wassilijew | RUS | 236,4 (121,0/124,5) |
| 20. | Martin Koch | AUT | 236,0 (122,0/123,0) |
| 21. | Michael Möllinger | SUI | 232,5 (121,5/121,0) |
| 22. | Robert Kranjec | SLO | 231,4 (121,5/121,5) |
| 23. | Simon Ammann | SUI | 231,2 (118,0/123,5) |
| 24. | Michael Uhrmann | GER | 229,6 (118,0/124,0) |
| 25. | Anders Bardal | NOR | 225,3 (119,5/119,0) |
| 26. | Rafal Sliz | POL | 225,2 (122,0/117,0) |
| 27. | Denis Kornilow | RUS | 221,7 (118,5/118,0) |
| 28. | Michael Neumayer | GER | 220,9 (121,0/117,0) |
| 29. | Reinhard Schwarzenberger | AUT | 217,5 (116,0/119,0) |
| 30. | Antonin Hajek | CZE | 209,7 (115,0/116,5) |
(apa)
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