Verdacht auf Kindesmisshandlung: Baby mit
blauen Flecken in Grazer Klinik gebracht
- Rippenbrüche: Eltern befinden sich bereits in U-Haft
Die Eltern jenes fünf Monate alten Mädchens, das mit Anzeichen auf Kindesmisshandlung in die Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde gebracht wurde, befinden sich in Untersuchungshaft. Das bestätigte am Donnerstag das Straflandesgericht Graz. Das Baby war nach Weihnachten von den Eltern mit Blutergüssen und Rippenbrüchen in die Klinik gebracht worden.
"Die gerichtlichen Voruntersuchungen laufen", berichtete Staatsanwalt Peter Gruber am Donnerstag auf APA-Anfrage. Ein gerichtliches medizinisches Gutachten über die Verletzungen des Kindes würde erstellt, ebenso solle ein Augenschein in der elterlichen Wohnung erfolgen, so Gruber.
Wie am Donnerstag bekannt wurde, hatten die Eltern das Baby mit Blutergüssen im Gesicht bereits am 25. Dezember in die Grazer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde gebracht. Die Eltern gaben an, nicht zu wissen, woher die blauen Flecken stammten. "Wir haben dann sofort nachgeschaut. Es wurden Rippenfrakturen festgestellt", berichtete Klinikvorstand Wilhelm Müller am Donnerstag. Die Klinik meldete den Vorfall der Polizei, die die Untersuchungen einleitete.
Das Grazer Amt für Familie und Jugend wurde eingeschaltet, das am 28. Dezember ein Ausfolgeverbot des Babys an die Eltern verhängte. Bis zur endgültigen Klärung des Falles wird das Mädchen im Krankenhaus bleiben. "Es geht ihm aber gut. Es wird auch keine bleibenden Schäden davon tragen", so Klinikvorstand Müller. (apa/red)
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