Vier Jahre nach Einführung des Euro: Noch immer 10,7 Milliarden Schilling in Umlauf
- Ein Viertel davon entfällt auf "alte" Banknotenserien
- Schilling-Umtausch unbegrenzt und kostenlos bei ÖNB
Der Schilling ist zwar kein amtliches Zahlungsmittel mehr, die frühere österreichische Währung erfreut sich aber auch vier Jahre nach der Einführung des Euro-Bargelds per Anfang 2002 noch einer gewissen Beliebtheit. Derzeit befinden sich noch Schilling-Geldscheine und -Münzen im Wert von 775,54 Mio. Euro oder 10,67 Mrd. Schilling in Umlauf, teilte die Oesterreichische Nationalbank am Donnerstag mit.
Die Daten stammen von Ende November. Rund ein Viertel dieses Betrags entfällt laut OeNB auf Bargeld aus früheren Serien, das bereits zum Zeitpunkt des Euro-Tausches nicht mehr amtliches Zahlungsmittel war. Der Schilling wurde Anfang 2002 vom Euro abgelöst. Die Nationalbank tauscht aber Schilling-Scheine und -Münzen der letzten Serie noch unbegrenzt und kostenlos in die europäische Einheitswährung um, entweder in den OeNB-Filialen oder im "Euro-Bus", der auch im Jahr 2006 in ganz Österreich unterwegs sein wird.
In Deutschland sind noch knapp 15 Mrd. D-Mark oder 7,7 Mrd. Euro im Umlauf, berichtet die "Berliner Zeitung" in ihrer Donnerstag-Ausgabe unter Berufung auf die Deutsche Bundesbank. Ende November waren Banknoten im Wert von 7,55 Mrd. DM und Münzen im Wert von 7,24 Mrd. DM noch nicht umgetauscht. Darin sind allerdings auch Gedenkmünzen enthalten. Größere Mengen befinden sich laut dem Bericht zum Beispiel auf dem Balkan, wo die D-Mark zeitweise als Parallelwährung fungierte. Die Altwährung kann unbefristet bei allen Filialen der Bundesbank getauscht werden.
(apa)

