Montag, 26. Dezember 2005

Teurer Streik in New York: Bürgermeister spricht von einer Milliarde Dollar Verlust

  • Bloomberg: Museen & Restaurants stark betroffen
  • PLUS: Die BILDER vom Streik in New York

Während des dreitägigen U-Bahn-Streiks in New York vergangene Woche sind den Geschäften Einnahmen in Höhe von einer Milliarde Dollar (843 Mio. Euro) entgangen, wie Bürgermeister Michael Bloomberg am Sonntag in einer Radioansprache sagte. Er hoffe, dass sich ein solcher Streik niemals wiederholen werde. Besonders Restaurants, Museen und kulturelle Einrichtungen seien schwer getroffen worden, erklärte Bloomberg. Auf mehreren Baustellen habe die Arbeit eingestellt werden müssen, da Lieferungen wegen der verstopften Straßen nicht eintrafen.

Die Stadt selbst habe täglich zehn Mio. Dollar für Überstunden von Polizisten aufwenden müssen, darüber hinaus seien ihr dutzende Millionen Dollar an Mehrwertsteuereinnahmen entgangen. Tausenden hart arbeitenden New Yorkern fehlten jetzt der Lohn und die Trinkgelder, die sie normalerweise in der betriebsamen Vorweihnachtswoche erhalten hätten, sagte Bloomberg.

Zuvor hatten Vertreter der Stadt die Verluste auf 400 Mio. Dollar pro Streiktag geschätzt. Wirtschaftsexperten wiesen aber darauf hin, dass ausgleichende Faktoren dabei nicht berücksichtigt worden seien. So hätten manche Angestellte per Computer von zu Hause gearbeitet, viele Menschen hätten ihre Einkäufe statt dessen in den Vororten getätigt, und Betriebe hätten Shuttle-Busse gechartert und Hotelzimmer angemietet.

Busse und Bahnen in New York standen von Dienstag bis Freitag still. Die Beschäftigten wollten damit gegen geplante Regelungen in einem neuen Tarifvertrag protestieren.
(apa/red)

26.12.2005 10:27