Janda triumphiert beim Neujahrsspringen: Knapper Sieg vor Tournee-Leader Ahonen
- Halbzeit-Dritter Kofler im Endklassement auf Platz 6
- Chancenlos: Widhölzl fliegt nach Bindungs-Panne raus
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·Tournee-Auftakt: Janne Ahonen siegt!
Österreicher enttäuschen,
Widhölzl als Bester nur 6.
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Die 54. Vierschanzen-Tournee spitzt sich auf einen Zweikampf zwischen Vorjahrs-Gesamtsieger Janne Ahonen und Jakub Janda zu. Der 27-jährige Tscheche verwies Ahonen im Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen um 2,5 Zähler auf Platz zwei, der Finne blieb damit aber in der Gesamtwertung zur Tournee-Halbzeit voran. Für Janda war es bereits der fünfte Saisonsieg, insgesamt sein sechster und sein erster im Rahmen der Traditionsveranstaltung.
Janda feierte den ersten Sieg eines Tschechen bei der Tournee seit 16 Jahren, damals siegte Frantisek Jez beim Dreikönigs-Springen in Bischofshofen. Janda liegt nun nur noch 5,8 Punkte hinter Leader Ahonen (533,1 Punkte) zurück.
Für Österreich gab es wie schon in Oberstdorf (durch Andreas Widhölzl) neuerlich einen sechsten Rang, diesmal durch Andreas Kofler, der nach dem ersten Sprung noch an dritter Stelle gelegen war. Der 21-jährige Tiroler war mit nur 3,4 Zählern Rückstand auf Janda ins Finale gegangen, bot aber nach 124 Metern im zweiten Versuch nur 116 m und fiel um drei Plätze zurück.
ÖSV-Springer in Gesamtwertung hinterher
Zweitbester ÖSV-Springer war Martin Koch als 11., Wolfgang Loitzl (18.), Martin Höllwarth (19.) und Thomas Morgenstern (25.) sorgten ebenfalls für Weltcup-Punkte, blieben aber insgesamt unter den Erwartungen. Nach dem neuerlichen Ausscheiden eines österreichischen Mitfavoriten - Andreas Widhölzl musste im Finale zuschauen - sieht es in der Gesamtwertung nicht gut aus: Kofler liegt als Zehnter gerade noch unter den Top Ten, es folgen Koch als 16. und Höllwarth als 22.
Kofler, der bisher in Engelberg für den einzigen Saisonstockerlplatz der ÖSV-Adler gesorgt hatte, war nicht allzu enttäuscht. "Die Sprünge waren nicht so schlecht, schade, das mir im zweiten Durchgang wieder keine hundertprozentige 'Bombe' gelungen ist. Aber das kann man nicht erzwingen. Es ist ein Herantasten an die Spitze."
Widhölzl scheiterte bereits im 1. Durchgang
Bereits im ersten Durchgang war mit Widhölzl Österreichs große Hoffnung auf einen Spitzenplatz in der Gesamtwertung ausgeschieden. Der 29-jährige Tiroler, der nach dem ersten Bewerb Sechster gewesen war, blieb nach einem 112-m-Sprung als 31. auf der Strecke. Er musste damit nach Morgenstern und Loitzl, die in Oberstdorf ihre Chancen verspielt hatten, seine Träume vom zweiten Tournee-Gesamtsieg nach 1999/00 vorerst begraben. Im Finale der besten 30 mussten neben "Swider" auch Stefan Thurnbichler (36.) und Balthasar Schneider (47.) zuschauen.
Widhölzl war ein Missgeschick mit dem Sicherheitsband, das sich im ersten Teil des Flugs mit dem Schuh verwickelt hatte, zum Verhängnis geworden. Dementsprechend sauer war Widhölzl: "Der Sprung wäre gut gewesen. So etwas ist mir noch nie passiert, es "zipft" mich voll an. Das Band muss durch den Wind verrutscht sein."
"Über die Tournee brauchen wir nicht mehr zu reden"
Für den bisher letzten österreichischen Tourneesieger sind die beiden Bewerbe in Österreich, am 4. Jänner in Innsbruck bzw. am 6. Jänner in Bischofshofen, damit zu ganz normalen Weltcupspringen "degradiert". "Über die Tournee brauchen wir nicht mehr zu reden, die ist vorbei. Jetzt geht es um gute Einzelplatzierungen."
Wenig Freude hatten auch Morgenstern und Loitzl. "Ich kann nicht zufrieden sein, aber ich muss es so nehmen wie es ist. Der Probedurchang war ziemlich gut, es geht Schritt für Schritt aufwärts. Wenn ich erst am Kulm in Hochform bin, passt es auch", setzte sich "Morgi" schon neue Ziele. Für Loitzl fehlt nicht viel: "Es läuft nicht so selbstverständlich wie es vergangene Saison einige Male der Fall war. Ich muss mir nach Oberstdorf erst das Selbstvertrauen wieder erarbeiten."
| Ergebnis Garmisch-Partenkirchen | |||
| 1. | Jakub Janda | CZE | 264,7 (125,0/121,5) |
| 2. | Janne Ahonen | FIN | 262,2 (122,5/124,0) |
| 3. | Matti Hautamäki | FIN | 260,3 (123,0/120,5) |
| 4. | Andreas Küttel | SUI | 259,8 (122,5/121,0) |
| 5. | Roar Ljökelsöy | NOR | 249,8 (120,0/118,5) |
| 6. | Andreas Kofler | AUT | 248,9 (124,5/116,0) |
| 7. | Michael Uhrmann | GER | 246,6 (122,0/117,5) |
| 8. | Simon Ammann | SUI | 242,9 (120,5/117,5) |
| 9. | Georg Späth | GER | 240,8 (117,0/119,0) |
| 10. | Takanobu Okabe | JPN | 238,6 (116,5/118,0) |
| 11. | Martin Koch | AUT | 237,4 (119,0/116,5) |
| 12. | Noriaki Kasai | JPN | 236,3 (119,0/114,5) |
| 13. | Rok Benkovic | SLO | 235,0 (115,5/117,0) |
| 14. | Dmitrij Wassilijew | RUS | 233,2 (117,0/117,0) |
| 15. | Alexander Herr | GER | 231,8 (117,5/116,0) |
| 16. | Björn Einar Romören | NOR | 230,2 (120,5/108,5) |
| 17. | Michael Neumayer | GER | 227,8 (115,0/116,0) |
| 18. | Wolfgang Loitzl | AUT | 225,5 (112,5/115,0) |
| 19. | Martin Höllwarth | AUT | 225,3 (115,5/113,0) |
| 20. | Lars Bystöl | NOR | 222,7 (113,0/113,5) |
| 21. | Adam Malysz | POL | 222,6 (114,5/112,5) |
| . | Sebastian Colloredo | ITA | 222,6 (112,5/114,5) |
| 23. | Joonas Ikonen | FIN | 220,3 (113,5/112,5) |
| 24. | Primoz Peterka | SLO | 219,4 (114,0/111,5) |
| 25. | Thomas Morgenstern | AUT | 217,6 (114,5/112,5) |
| 26. | Daiki Ito | JPN | 213,1 (112,0/110,0) |
| 27. | Harri Olli | FIN | 207,4 (111,5/109,0) |
| 28. | Janne Happonen | FIN | 207,0 (112,0/108,0) |
| 29. | Kamil Stoch | POL | 202,1 (109,0/108,0) |
| 30. | Denis Kornilow | RUS | 197,0 (107,5/107,5) |
Nicht für den 2. Durchgang qualifiziert u.a.:
31. Andreas Widhölzl, 36. Stefan Thurnbichler, 47. Balthasar Schneider (alle AUT)
(apa/red)
