"Swider" abgestürzt: Pechvogel Widhölzl muss den Tournee-Sieg bereits abschreiben
- Garmisch-Pleite durch Missgeschick mit der Bindung
- Auch Morgenstern & Loitzl haben keine Chance mehr
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Er war die große verbliebene Hoffnung des österreichischen Springerlagers auf eine Top-Platzierung im Endklassement der 54. Vierschanzen-Tournee. Nach dem Ausscheiden von Thomas Morgenstern und Wolfgang Loitzl in Oberstdorf erwischte es am Neujahrstag in Garmisch-Partenkirchen allerdings auch den nach dem ersten Bewerb sechstplatzierten Andreas Widhölzl. Ein Missgeschick mit der Bindung warf ihn auf Platz 31 zurück, "Swider" musste im Finale zuschauen und spielt im Kampf um den Tourneesieg keine Rolle mehr.
Der vermeintliche rot-weiß-rote "Top-Adler" verkam zum Pechvogel: Das Sicherheitsband des rechten Skis verfing sich mit dem Schuh, womit das Sprungband nicht zur vollen Entfaltung kam. "Dadurch kann man den Ski nicht zum V öffnen. Der Springer muss sich runtertreiben lassen", beschrieb TV-Co-Kommentator Andreas Goldberger dieses seltene Szenario.
Dementsprechend sauer war Widhölzl, erst nach einiger Zeit war er für Kommentare bereit. "Der Sprung wäre gut gewesen. So etwas ist mir noch nie passiert, es "zipft" mich voll an. Das Band muss durch den Wind verrutscht sein", beschrieb "Swider" das Missgeschick. Erst bei etwa 80 Metern löste sich das Band wieder, doch da war es freilich für Korrekturen zu spät.
Für den bisher letzten österreichischen Tourneesieger sind die verbleibenden beiden Bewerbe in Österreich, am 4. Jänner in Innsbruck bzw. am 6. Jänner in Bischofshofen, damit zu ganz normalen Weltcupspringen "degradiert". "Über die Tournee brauchen wir nicht mehr zu reden, die ist vorbei. Jetzt geht es um gute Einzelplatzierungen." In ein mentales Loch wird er deshalb aber nicht fallen. "Ich werde den Kopf nicht hängen lassen, den alten 'Swider' gibt es nicht mehr."
(apa/red)
