Freitag, 30. Dezember 2005

Erfolgreiche Rennen in Lienz: ÖSV-Damen holen Schwung für Rutsch ins Neue Jahr!

  • Training in Bad Kleinkirchheim noch vor Silvester
  • Starke Bilanz: 19 Podesplätze vor Jahreswechsel

Für Österreichs Ski-Damen ist das Kalenderjahr mit dem Sieg von Marlies Schild im Weltcup-Slalom von Lienz erfolgreich zu Ende gegangen, die wohlverdiente Pause gibt es für das Team von Herbert Mandl aber erst ab dem Silvesterabend. Am Freitag und Samstag stand in Bad Kleinkirchheim noch Super-G-Training auf dem Programm. Michaela Dorfmeister, Renate Götschl und Co. waren schon am Mittwoch nach dem Riesentorlauf in Osttirol nach Kärnten gereist.

In bisher 13 Damen-Rennen in diesem Winter (4 Riesentorläufe, je 3 Slaloms, Super G und Abfahrten) hat es drei Siege für den ÖSV gegeben. Im Super G schlugen Alexandra Meissnitzer (Lake Louise) und Michaela Dorfmeister (Val d'Isere) zu, die Salzburgerin Schild sorgte am Donnerstag in Lienz für den ersten Erfolg in einem technischen Bewerb in der Saison 2005/06. "Wir mussten nur Geduld haben. Es macht mich glücklich, dass wir mit einem Sieg im Heimrennen das Alte Jahr beendet haben", war die Freude bei Mandl groß.

Fast noch beeindruckender ist aber die Konstanz und die Dichte der ÖSV-Damen, die noch vor dem Jahreswechsel 19 Podestplätze einfuhren. Im Vorjahr waren das nach ebenfalls 13 Rennen bespielsweise nur acht gewesen. Selbst in der Rekordsaison 2003/04, die mit 42 Podestplätzen endete, hatten es die ÖSV-Damen bis zum Jahreswechsel auf lediglich 15 Stockerplatzierungen (in 12 Rennen) gebracht. Sie sind also auf einem guten Weg zu neuen Höhen.

Auch wenn sich Janica Kostelic und Anja Pärson noch vor dem Jahreswechsel wieder an der Weltcup-Spitze breit gemacht haben, ist das Grund genug, eine positive Zwischenbilanz in Rot-Weiß-Rot zu ziehen. Aber kein Grund, sich auf Erfolgen auszuruhen. Deshalb mussten sich Österreichs Rennläuferinnen den Spaß an ihrer Silvesterparty mit einem Spezialtraining in Bad Kleinkirchheim, von 13. bis 15. Jänner Schauplatz von zwei Abfahrten und einem Super G, erst verdienen. "Sie sollen die Strecke kennen lernen", nennt das Mandl.

Für die Technikerinnen steht am 4. Jänner ein FIS-Rennen in Mautern auf dem Programm, ehe es für den Weltcup-Slalom tags darauf nach Zagreb geht. In Kroatien wartet ein genauso schwieriger Torlauf wie auf dem Hochstein in Lienz. "Das wird wegen des Geländes ein ähnliches Rennen. Die Piste in Lienz war tipp topp, und es ist gut, dass wir ein paar so schwierige und lange Rennen im Programm haben", sagt der ÖSV-Cheftrainer.

Hosp: "Wir haben auf Durchkommen trainiert"
Die Österreicherinnen haben sich zuletzt speziell auf diese schwierigen Rennen vorbereitet. "Und wir haben auf Durchkommen trainiert", erzählte Nicole Hosp, die Slalomzweite von Lienz. Neben dem ersten Saisonsieg von Marlies Schild beeindruckte auch Kathrin Zettel (19), die alle sieben Saisonrennen in den Top-Fünf beendet hat. Andrea Fischbacher landete im Lienz-Slalom auf dem 21. Platz, die junge Salzburgerin hatte sich erstmals im Slalom für den zweiten Durchgang qualifiziert.

Wermutstropfen war in Lienz neben dem verletzungsbedingten Fehlen von Elisabeth Görgl der Ausfall von Michaela Kirchgasser, die sich am linken Knöchel verletzt hat. Mit einem Bluterguss am linken Sprunggelenk kam sie aber recht glimpflich davon. Nach einigen Tagen Trainingspause darf die Salzburgerin wieder das Training aufnehmen.


(apa/red)

30.12.2005 12:38