Festnahme in Vietnam: Kinderschänder wird an Republik Österreich ausgeliefert
- 68-jähriger Mann lebte mit 14-Jährigem zusammen
Der in Vietnam wegen mutmaßlichen Kindesmissbrauchs festgenommene Österreicher Peter M. könnte ausgeliefert werden. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP in der Nacht auf Samstag unter Berufung auf "staatlich kontrollierte" vietnamesische Medien. Dazu hieß es im Außenministerium auf Anfrage der APA: "Es gibt positive Signale seitens der vietnamesischen Behörden, aber es ist noch nichts fix."
Der stellvertretende Polizeichef von Vietnam, Cao Ngoc Oanh, habe angeordnet, den 68-Jährigen an Interpol und in Folge an die österreichischen Behörden zu übergeben, berichtete AP. Das wurde vom Außenministerium vorerst nicht bestätigt.
Peter M., ein gebürtiger Tscheche, der die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt und mindestens 15 Jahre in Innsbruck gelebt haben soll, lebte in Vietnam offenbar mit einem 14-Jährigen zusammen. Laut vietnamesischen Medienberichten gestand er, neben dem Teenager auch weitere Straßenbuben missbraucht zu haben.
M. soll sich seit 1996 Kinder in Österreich, Italien, Spanien und den Niederlanden vergangen haben. 2003 sei er nach Vietnam geflohen, wo er als Englischlehrer arbeitete. Ein internationaler Haftbefehl gegen Peter M. war bei Interpol Vietnam im November eingegangen. Sex mit unter 13-Jährigen gilt in Vietnam als Vergewaltigung und kann mit dem Tod bestraft werden. (apa)
