Gazastreifen: Drei radikale Palästinenser bei israelischem Luftangriff getötet
- Männer waren Mitglieder des Islamischen Jihad
- Israels Militär greift auch Gebäude der Fatah an
Bei einem israelischen Luftangriff sind am Montagabend im Gazastreifen drei Mitglieder der radikalen Palästinenserbewegung Islamischer Jihad getötet worden. Eine Rakete habe das Auto mit den drei Männern im Flüchtlingslager Jabaliya getroffen, teilten palästinensische Sicherheitskreise mit. Unter den drei Toten sei auch der lokale Führer des militärischen Arms des Islamischen Jihad, der Al-Quds-Brigaden, gewesen.
Die Rakete wurde den Angaben zufolge von einer ferngesteuerten Drohne aus abgefeuert. Ein israelischer Armeesprecher bestätigte den Angriff. Er habe sich gegen einen Führer des Islamischen Jihad gerichtet, der Raketenangriffe auf Israel zu verantworten hatte.
Die palästinensische Regierung verurteilte die Aktion: Sie trage nicht zu den Bemühungen der Autonomiebehörde bei, einen neuen Waffenstillstand mit den radikalen Gruppen zu erzielen, sagte ein Sprecher des palästinensischen Innenministeriums. Die israelische Regierung werde die Konsequenzen des Attentats zu tragen haben, drohte Khaled al-Batshein, Führer des Islamischen Jihads,
Israel greift Gebäude der Fatah in Gaza an
Israels Militär hat einen Luftangriff auf Ziele im südlichen Gaza-Streifen geflogen. Angaben über Opfer lagen zunächst nicht vor. Palästinensischen Anwohnern zufolge schlug eine Rakete in ein Gebäude der Fatah- Bewegung des palästinensischen Präsidenten Abbas ein.
Das israelische Militär teilte mit, der Angriff richte sich gegen ein Gebäude, das von den radikalen "Al-Aksa-Märtyrerbrigaden" genutzt werde. Die Brigaden gehören zur Fatah und sind für zahlreiche Raketenangriffe auf Israel verantwortlich.
Abbas hat die radikalen Gruppen aufgefordert, weiter eine Waffenruhe einzuhalten. Diese war von den Gruppen zum Jahresende aufgekündigt worden. (apa/red)
