Rückschlag im Atomstreit: Iran rückt nicht von Uran-Anreicherung im eigenen Land ab
- Russland schlug vor, das Uran für Iran anzureichern
- Westen befürchtet Produktion von Nuklearwaffen
·USA erwägen Luft-angriffe auf den Iran!
Militärische Intervention soll den Atomstreit lösen
·Iran bleibt im Atomstreit weiter hart
Außenminister: "Brauchen
von niemanden Erlaubnis"
·Iran: Atom-Angebot aus Russland verneint
"Haben keinen konkreten Vorschlag erhalten"
·Seit 9/11 deutlich mehr Lauschangriffe
Regierung stellt allein 2004 über 5.640 Anträge
Die Hoffnungen auf eine erfolgreiche russische Vermittlung im Atomstreit des Westens mit dem Iran haben einen Rückschlag erlitten. Die Bereitschaft, über den Vorschlag Russlands zu reden, bedeute nicht, dass der Iran auf sein Recht zur Urananreicherung im eigenen Land verzichte, sagte der Vize-Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, Jawad Waidi.
Russland hatte in seinem von der EU und den USA unterstützten Plan vorgeschlagen, die Urananreicherung für den Iran in Russland vornehmen zu lassen. Der Westen befürchtet in dem andauernden Atomstreit, die Islamische Republik könnte die Herstellung im eigenen Land zur Produktion von Kernwaffen nutzen.
Der Iran habe Gesprächen über den russischen Vorschlag unter der Annahme zugestimmt, dass dieser iranische Pläne für einen geschlossenen Brennstoffkreislauf - einschließlich der Urananreicherung im eigenen Land - nicht beeinträchtige, sagte Waidi der halbamtlichen Nachrichtenagentur Fars zufolge. Der Iran hat erklärt, er wolle nur leicht angereichertes Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken produzieren.
Das russische Außenministerium bestätigte ein Gespräch des Sekretärs des Sicherheitsrates Igor Iwanow mit seinem iranischen Kollegen und Chefunterhändler für Atom-Angelegenheiten Ali Larijani über die russischen Vorschläge. Die Unterredung sei am Vortag auf Initiative der iranischen Seite zu Stande gekommen, meldete die Nachrichtenagentur Itar-Tass unter Berufung auf einen Ministeriumssprecher. In iranischen Diplomatenkreisen hieß es, Iwanow sei dabei auf Unklarheiten und Probleme im Zusammenhang mit dem russischen Vorschlag hingewiesen worden, die aus dem Weg geräumt werden müssten. (apa/red)
