Weil sie sich kein Haus leisten konnte:
Frau in Frankreich in Holzhütte erfroren
- 52-Jährige lebte in Le Mans nur von Sozialhilfe
- Schweiz: 24 Männer nur mit Turnschuhen in Bergen
Prag: Schneemassen behinderten den Flugverkehr
·Frankreich: Hunderte Autos eingeschneit
Bahnverkehr in England teilweise lahmgelegt
·So wird das Wetter!
Immer top-aktuell: Die Prognosen für heute und die nächsten Tage
In Frankreich ist eine 52-jährige Frau in einer unbeheizten Gartenlaube erfroren. Wie die Polizei am Donnerstag im westfranzösischen Le Mans mitteilte, starb die Empfängerin von Arbeitslosenhilfe am Mittwoch in der Holzhütte, in der sie offenbar mangels einer richtigen Wohnung lebte. Die Frau sei sehr krank gewesen und habe außerdem Alkoholprobleme gehabt. Schon am Dienstag war ein Obdachloser in Lyon in einem Auto erfroren.
Wie in den Vorjahren setzten die Behörden in Frankreich seit Beginn der Kältewelle Notfallpläne in Kraft. Damit werden auf der Straße lebenden Menschen Übernachtungsmöglichkeiten in beheizten Räumen angeboten. Bürger können über eine landeseinheitliche Telefonnummer auf gefährdete Obdachlose aufmerksam machen.
Nach dem Verkehrschaos in der Nacht zum Mittwoch, als tausende Autofahrer wegen überraschend starker Schneefälle auf Autobahnen ausharren mussten, beruhigte sich die Lage wieder. Schneefälle gab es zwar weiter im Norden des Landes, die Räumdienste und Autofahrer stellten sich inzwischen aber weitgehend darauf ein. Am Morgen wurden allerdings zwei Menschen beim Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem Auto auf der A13 bei Evreux in der Normandie verletzt. Für Freitag wurde im Westen und Norden vor Glatteis gewarnt.
24 Schweizer bei minus zwölf Grad in Turnschuhen in Bergen
Die Schweizer Rettungsflugwacht Rega hat im Tessin 24 junge Männer vor dem Erfrieren bewahrt. Sie konnten mit Hubschraubern aus 1.000 Meter Seehöhe geborgen werden, teilte die Rega mit. Einige der jungen Schweizer waren bei minus zwölf Grad in Turnschuhen unterwegs. Bei Einbruch der Dunkelheit hatten sie sich verirrt und dann per Handy die Polizei alarmiert. Der Hubschraubereinsatz dauerte rund vier Stunden. Einige der Wanderer erlitten Erfrierungen.
Schneemassen behinderten Flugverkehr in Prag stundenlang
Vom Prager Flughafen haben am Donnerstag wegen starker Schneefälle stundenlang keine Flugzeuge starten dürfen. Zudem konnten bis zum Mittag nur erheblich weniger Maschinen als sonst in der Hauptstadt landen, wie eine Sprecherin des Flughafens Prag-Ruzyne mitteilte. Um 12.30 Uhr sollte der Betrieb jedoch wieder voll aufgenommen werden.
Auch der Straßenverkehr wurde in ganz Tschechien durch die heftigen Schneefälle beeinträchtigt. Wegen Unfällen mussten einzelne Autobahnen gesperrt werden. In der Nacht zum Donnerstag fielen nach Angaben von Meteorologen in dem osteuropäischen Land bis zu 30 Zentimeter Neuschnee. Bis Sonntag soll es weiterschneien.
(apa)
