Zirkus-Dompteurin von Tigern attackiert: Arm der 26-jährigen Frau zerfleischt
- Unfall beim Österreichischen National-Circus
Ein gefährlicher Vorfall hat sich in der Nacht auf Donnerstag in dem nach Deutschland verkauften Österreichischen National-Circus in Gießen ereignet: Tiger fügten einer Raubtierdompteurin am Donnerstag schwerste Verletzungen zu. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich die 26-Jährige aus bisher unbekanntem Anlass dem Tigerkäfig genähert, als offenbar ein oder mehrere Raubtiere zupackten und den Arm der Frau zerfleischten.
Die Mitarbeiterin des Zirkus wurde sofort notärztlich behandelt und ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei war die gebürtige Deutsche beim Abtransport noch bei Bewusstsein und befand sich offenbar nicht in Lebensgefahr.
Die von einem Anrainer alarmierte Polizei fand den Körper der 26-jährigen Dompteurin und Tierpflegerin eng von außen an den Käfig mit vier Raubkatzen gepresst, den blutigen Arm innerhalb des Gitters. Außerdem erlitt die junge Frau Kratzverletzungen am Kopf und anderen Körperteilen. Die Tiger ließen von ihrem Opfer ab, als sich die Polizisten dem Käfig näherten. Zunächst war unklar, warum sich die Frau zu der ungewöhnlichen Nachtzeit bei ihren Tieren aufgehalten hatte.
Der Österreichische National-Circus, zuletzt geführt von Direktor Louis Knie, ist im September nach Deutschland verkauft worden. Der Zirkus war Ende August in Innsbruck gestrandet, das geplante Gastspiel konnte mangels Bewilligung nicht stattfinden. Knie wollte auch da noch nicht aufgeben, er kündigte neue Konzepte und eine Weiterführung des Zirkus an. Doch die RBB St. Veit als Eigentümer spielte nicht mehr mit.
(apa)
