Neujahrskonzert geleitete ins Mozartjahr:
Lette Mariss Jansons stand erstmals am Pult
- Konzert wurde in 60 Ländern weltweit übertragen
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Das traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker hat Wolfgang Amadeus Mozart, dessen Geburtstag sich heuer zum 250. Mal jährt, gewürdigt. Am Pult im Goldenen Saal des Musikvereins stand erstmals der lettische Dirigent Mariss Jansons, auf dem Programm neben Strauß-Klängen unter anderem die "Figaro"-Ouvertüre und der "Mozartisten"-Walzer von Joseph Lanner.
Die Auswahl des Programms konzentrierte sich ganz auf die Brüder Strauß und ihre bekannten Werken. Etwa die Walzer "Ein Künstlerleben", "Frühlingsstimmen", der "Du und Du"-Walzer (Operette "Die Fledermaus"), der Einzugsmarsch aus der Operette "Der Zigeunerbaron", der "Spanische" Marsch oder die recht ungewöhnlich komponierte "Furioso"-Polka. Nicht zu vergessen: die traditionellen Zugaben mit dem Walzer "An der schönen blauen Donau" und dem "Radetzkymarsch".
Ein zweiter Schwerpunkt war dem Jahresregenten Wolfgang Amadeus Mozart gewidmet. Mit der Ouvertüre zur Oper "Die Hochzeit des Figaro" bewiesen die Philharmoniker, dass sie zu den weltbesten Mozart-Interpreten gehören: Bis ins Detail perfekt musiziert war die erstmalige Aufführung der Ouvertüre während eines Neujahrskonzertes. Joseph Lanners Arrangement bekannter Opernmelodien von Mozart im "Die Mozartisten" genannten Walzer ließ dann alle Ohrwürmer an einem Stück erklingen.
Dem Neujahrskonzert-Debütanten Mariss Jansons ist gleichfalls großes Lob auszusprechen. Für seinen Mozart ist er weithin bekannt. Künftig darf er sich auch mit Recht als Walzer-Dirigent titulieren. "Musik ist die Sprache unseres Herzens", sagte Jansons zum Neujahrsgruß - und trat mit diesem Konzert den perfekten Beweis an.
Für die heuer erneut von Altmeister John Neumeier gestalteten Choreografien der beiden Balletteinlangen wurden das Theater an der Wien und das neu sanierte Palais Epstein ausgewählt. Es tanzten Solisten des Hamburg Balletts gemeinsam mit dem Ballett der Wiener Staats- und Volksoper. Im Pausenfilm besuchte Kamerakünstler Georg Riha Wirkungsstätten von Mozart. Der ORF übertrug das Konzert in 60 Länder der Welt. (apa)
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