"Unterminierung nationaler Kompetenzen": Schüssel will die Rolle des EuGH überprüfen
- Kanzler-Kritik an den 'rückwirkenden Entscheidungen'
- Weitere Ebene soll Verhalten des Gerichts legitimiert
·Schüssel: 'EU-Vorsitz gemeinsam gestalten'
Kanzler richtet Appell an die Oppositions-Parteien
·Einem: SPÖ nicht im Gleichschritt mit FPÖ
Europasprecher bestreitet
Nähe zur Rechts-Partei
·EU-Erweiterung: Österreicher skeptisch
84 % wünschen Signal von Bundesregierung
·Das große EU-QUIZ: Testen Sie Ihr Wissen!
Wie viel wissen Sie über die Europäische Union?
·Von der EGKS zur EU: Geschichte der Union!
Gemeinschaft wuchs von 6 auf 25 Mitgliedstaaten
·KLICKEN: Mächtige
EU-Regierungschefs
Die wichtigsten Politiker EU-Europas im Porträt
·Klicken: Wichtigste Institutionen der EU!
Alle Infos zu Kommission,
Parlament & Gerichtshof
·EU-Vorsitz wechselt alle sechs Monate!
Österreich nach 2006 erst
2019 wieder an der Reihe
Bundeskanzler Schüssel will als künftiger Ratspräsident der EU auf eine Überprüfung der Rolle des Europäischen Gerichtshofes drängen. "Wenn der Europäische Gerichtshof prinzipiell rückwirkende Entscheidungen trifft, dann muss das überdacht werden", sagte Schüssel der "Süddeutschen Zeitung" vom Samstag.
Schüssel hatte bereits in einem am Freitag ausgestrahlten Interview mit dem Ö1-Mittagsjournal unter anderen Punkten die "Unterminierung der nationalen Kompetenzen" durch Urteile des Europäischen Gerichtshofs kritisiert. Gegenüber der "Süddeutschen" sagte Schüssel, der Gerichtshof habe in den vergangenen Jahren systematisch europäische Befugnisse ausgeweitet, selbst in Bereichen, wo es kein Gemeinschaftsrecht gebe.
Die Rolle des Gerichtshofs müsse klargestellt werden, forderte der österreichische Regierungschef. "Vielleicht braucht es auch eine zusätzliche Ebene, die das Verhalten des Gerichts legitimiert", sagte Schüssel ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
Schüssel sprach sich erneut dafür aus, die Verhandlungen mit der Türkei über einen Beitritt zur Europäischen Union ergebnisoffen zu führen. Zumindest in Österreich werde es außerdem eine Volksabstimmung über den Beitritt der Türkei geben. "Man darf Europa nicht überfordern", verlangte Schüssel. Österreich übernimmt turnusgemäß im Jänner die EU-Ratspräsidentschaft von Großbritannien. (apa)
Syrien13:12
UNO-Rüge nach MassakerSicherheitsrat richtet nach Massaker in Houla deutliche Worte an Regierung
Suu Kyi11:03
Erste AuslandsreiseNach 24 Jahren zum ersten Mal wieder ins Ausland: Suu Kyi reist nach Bangkok
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
