Kerze löste tödliches Feuer in Kärnten aus: Behinderte Frau hilflos in Zimmer verbrannt
- 34-Jährige war geistig und körperlich behindert
Eine 34-jährige Kärntnerin ist in der Nacht auf Samstag bei einem Brand ums Leben gekommen. Die geistig und körperlich behinderte Frau verbrannte hilflos in ihrem Zimmer. Knapp nach Mitternacht löste vermutlich eine Kerze im Zubau eines Wohnhauses in Friesach (Bezirk Villach-Land) das Feuer aus.
Im Haus befanden sich zu diesem Zeitpunkt zwei vier und zwölf Jahre alte Kinder, deren Großeltern sowie die behinderte Tante der Kinder. Wie die Polizei am Samstag gegenüber der APA erklärte, hätten sich die Kinder und die Großeltern im letzten Moment ins Freie retten können: "Es hat ziemlich heftig gebrannt." Offenbar war keine Zeit mehr dazu gewesen, auch noch die Behinderte in Sicherheit zu bringen, sie blieb in ihrem Zimmer.
Der zwölfjährige Alexander alarmierte mit einem Mobiltelefon die Feuerwehr. Sechs Feuerwehren mit mehr als 100 Mann waren im Einsatz, die Florianijünger konnten jedoch trotz schwerer Atemschutzgeräte vorerst nicht bis zum Brandherd vordringen. Die Leiche der Frau konnte erst geborgen werden, nachdem das Feuer gelöscht worden war.
Die Ermittlungen der Polizei waren am Samstag noch im Gange. Die genaue Höhe des Schadens stand noch nicht fest, das Haus wurde jedenfalls durch den Brand und durch das Löschwasser schwer beschädigt. (apa)
