Samstag, 31. Dezember 2005

"Gezielte Maßnahme": Polizei hat heute genaues Auge auf die Silvester-Knallerei

  • Besonders alte & kranke Menschen leiden unter Lärm

Das Innenministerium ersucht um "Zurückhaltung bei der Verwendung von Feuerwerks- und Knallkörpern" zu Silvester. Besonders alte und kranke Menschen würden unter dem Lärm leiden, erklärte die Behörde. Die Polizei wurde zudem angewiesen, bei Verstößen gegen das Pyrotechnikgesetzes "gezielte Maßnahmen" zu setzen.

Das Pyrotechnikgesetz verbietet die Verwendung von pyrotechnischen Artikeln der Klasse II (Kleinfeuerwerk) innerhalb des Ortsgebietes. Besonders streng gilt das Verbot für den Nahbereich von Einrichtungen, in denen sich überwiegend alte, kranke oder sonst ruhebedürftige Menschen aufhalten.

Die Wiener Linien werden die Feiernden während der ganzen Nacht durch die Stadt transportieren. 31 U-Bahn-, Straßenbahn- und Autobus- Linien sind am 1. Jänner zwischen 0.30 und 5.00 Uhr unterwegs und ersetzen damit den Nachtautobus. Dabei stehen alle fünf U-Bahn-Linien zur Verfügung. Von den Straßenbahnen sind die Linien D, N, 1, 2, 6, 18, 21, 25, 26, 31, 38, 41, 43, 46, 49, 58, 60, 62, 65, 67 und 71 im Einsatz. Bei den Bussen werden der 23A, 26A, 29A, 35A und 66A verkehren.

Weitgehend eingestellt sind die Öffis hingegen am 31. Dezember von 9.30 bis 13.30 Uhr auf der Ringstraße. Um 11.00 Uhr werden sich dort wieder an die 5.000 Läufer zum traditionellen Silvesterlauf treffen. Der ÖAMTC warnte wegen der kompletten Sperrung vor Verzögerungen und Staus.

Das Jahr 2005 dauert übrigens eine Sekunde länger als normal. Denn rechtzeitig mit dem Silvester-Countdown in Großbritannien wird weltweit eine Schaltsekunde eingefügt, um Unregelmäßigkeiten der Erdrotationen gegenüber der mit Hilfe von Atomuhren berechneten "koordinierten Weltzeit" auszugleichen. Allerdings könnte es eine der letzten derartigen Schaltsekunden sein, über eine Abschaffung wird diskutiert. (apa)

31.12.2005 10:07