Freitag, 30. Dezember 2005

Unter Dachlawine begraben: Neunjähriger Salzburger starb an Folgen des Unglücks

  • Bub überlebte schweres Schädel-Hirn-Trauma nicht
  • Ärzte hielten ihn fünf Tage im künstlichen Tiefschlaf

Fünf Tage nachdem ein neun Jahre alter Bub aus Salzburg in der Obersteiermark von einer Dachlawine verschüttet und schwer verletzt worden war, mussten die Ärzte am Grazer Landeskrankenhaus den Kampf um sein Leben aufgeben. Wie die behandelnde Ärztin der Kinderchirurgie auf Anfrage mitteilte, seien die Hirnschäden zu schwer gewesen.

Der aus Radstadt in Salzburg stammende Schüler, der zu Weihnachten mit seinen Eltern die Großeltern im obersteirischen Admont (Bezirk Liezen) besuchte, hatte sich am Nachmittag des Christtages alleine am Vorplatz des Wohnhauses aufgehalten. Plötzlich lösten sich Schnee und Eis vom Hausdach und trafen das Kind am Kopf. Die Angehörigen wurden durch den Lärm der abrutschenden Lawine auf das Unglück aufmerksam und konnten den schwer verletzten Buben - er hatte ein Schädelhirntrauma erlitten - nach ein bis zwei Minuten aus den Schnee- und Eismassen befreien.

Ein Fahrzeug des Roten Kreuzes Admont brachte das Kind zum örtlichen Stützpunkt, wo es vom Rettungshubschrauber übernommen wurde. Noch im Ambulanzfahrzeug waren Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt worden. Der Patient wurde zuerst ins LKH Leoben geflogen. Noch in der Nacht entschieden sich die Ärzte, ihn ins LKH Graz zu verlegen, wo er in künstlichem Tiefschlaf gehalten wurde. Hier starb der Bub am Freitagnachmittag. (apa)

30.12.2005 17:28