Donnerstag, 29. Dezember 2005

Missbrauchsvorwurf gegen oö. Schularzt! Soll Schülerinnen begrapscht haben

  • Fall kam durch besorgte Eltern an die Öffentlichkeit
  • Staatsanwaltschaft hat Vorerhebungen eingeleitet

Ein Schularzt in einer oberösterreichischen Stadt steht unter Missbrauchs-Verdacht. Der Mediziner soll sich Pflichtschülerinnen unsittlich genähert und sie "begrapscht" haben. Die zuständige Staatsanwaltschaft bestätigte gerichtliche Vorerhebungen.

Der Beschuldigte - für den die Unschuldsvermutung gilt - wollte gegenüber der Oberösterreichischen Rundschau zu den von Eltern erhobenen Vorwürfen nichts sagen. "Sie wissen eh schon alles", habe er erklärt und an seinen Rechtsanwalt verwiesen. Dieser legte nahe, abzuwarten, was bei der kontradiktorischen Befragung von Schülerinnen vor dem Untersuchungsrichter und dem Staatsanwalt herauskommt. Die Staatsanwaltschaft bestätigte laut Rundschau Vorerhebungen wegen des Verdachtes des sexuellen Missbrauches von Unmündigen und des Missbrauches des Autoritätsverhältnisses.

Öffentlich wurde die Affäre in der jüngsten Sitzung des örtlichen Gemeinderates. Dort verlangte ein Mandatar Aufklärung darüber, ob es die Vorerhebungen gebe und ob der Mediziner neuerlich Dienst in der Schule versehe, aus der es die Beschwerden gegeben habe. Der Bürgermeister teilte mit, sofort nach Bekanntwerden der Beschwerden sei die zuständige Mitarbeiterin des Landesschulrates beigezogen worden. Diese habe erklärt, dass die schulärztlichen Untersuchungen des Mediziners in Ordnung seien. Trotzdem sei eine Frau mit den Untersuchungen betraut worden.(apa/red)

29.12.2005 10:11