Parteien in Wählergunst stabil: Nur zwei Einschnitte seit der Nationalratswahl 2002
- Im März 2003 fiel ÖVP auf zweiten Platz zurück
- BZÖ-Abspaltung im Frühjahr 2005 hinterließ Spuren
·SPÖ zieht negative Regierungsbilanz '05
VP-Konter: SP setzt Politik des Raunzens fort
·Molterer überzeugt: ÖVP gewinnt Wahl '06
'Absolut' sicher, dass BZÖ
Einzug in den NR schafft
·FORMAT: Kanzler oder Pensionist!
Das Schicksalsjahr 2006 von Wolfgang Schüssel!
·BZÖ will zweistelliges Ergebnis bei NR-Wahl
Kohl wünscht sich ver-längerte Legislaturperiode

Die Parteien liegen bei der Sonntagsfrage im Verlauf seit den letzten Nationalratswahlen im Herbst 2002 relativ stabil. Das geht aus den Daten hervor, die das Meinungsforschungsinstitut OGM monatlich für das Nachrichtenmagazin "profil" erhebt. In den vergangenen drei Jahren hat es nur zwei "Einschnitte" gegeben: Im März 2003 - nach der Neuauflage von Schwarz-Blau - fiel die ÖVP in den Umfragen auf Platz zwei. Und die Abspaltung des BZÖ im heurigen Frühjahr hat ebenfalls deutliche Spuren in den Umfragen hinterlassen.
Bei der Nationalratswahl im Herbst 2002 lag die ÖVP knapp sechs Prozentpunkte vor der SPÖ. Im März 2003 verlor die ÖVP in den Umfragen den ersten Platz. Seither ist der Abstand zwischen Rot und Schwarz ziemlich konstant. Im heurigen Jahr schwankte er zwischen 3 und 7 Prozentpunkten. In der Dezember-Umfrage kam die SPÖ auf 42, die ÖVP auf 36 Prozent.
Die Grünen liegen ebenfalls sehr stabil. In der Sonntagsfrage lagen sie stets vor der FPÖ, zuletzt im Dezember bei 11 Prozent. Allerdings hatten sie zuvor auch schon bessere Werte aufweisen können.
Die FPÖ pendelte bis zum März dieses Jahres in der Sonntagsfrage zwischen 7 und 12 Prozent. Die Spaltung der Freiheitlichen im heurigen Frühjahr brachte eine Absturz. Das BZÖ lag zuletzt bei nur 3 Prozent in der OGM-Umfrage, die FPÖ immerhin bei 7 Prozent. "Seit den Landtagswahlen im Herbst geht es mit der FPÖ wieder bergauf", so OGM-Experte Peter Hajek.
Hajek betonte, es sei nicht ungewöhnlich, dass es während einer Legislaturperiode nur wenig Veränderungen bei der Sonntagsfrage gibt. "Spannend wird es im kommenden Jahr, vor allem ab Sommer, wenn der Wahlkampf in die Intensiv-Phase geht."
(apa)
