Dienstag, 27. Dezember 2005

Voruntersuchungen gegen den in Vietnam gefassten Tiroler Kinderschänder

  • 68-jährigem wird in Innsbruck der Prozess gemacht
  • Mehrere Kinder in Europa und Asien missbraucht?

Gegen den in Vietnam gefassten und kürzlich nach Österreich ausgelieferten mutmaßlichen Kinderschänder werden Voruntersuchungen wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und wegen Delikten nach dem Suchtmittelgesetz eingeleitet. Dies erklärte der Leitende Staatsanwalt Rudolf Koll am Donnerstag auf APA-Anfrage.

Der 68-jährige gebürtige Tscheche soll demnächst von Wien nach Innsbruck überstellt werden. Wann dies genau der Fall sein werde, konnte Koll vorerst nicht beantworten. Zunächst soll der Tatverdächtige gerichtlich vernommen werden. Das Verfahren am Landesgericht dürfte dann im Laufe der kommenden fünf Monate eröffnet werden. Dem mutmaßlichen Täter droht eine Haftstrafe bis zu zehn Jahren.

Peter M., der 15 Jahre lang in Innsbruck gelebt haben soll und die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, soll sich seit 1996 an Kindern in Österreich, Italien, Spanien und den Niederlanden vergangen haben. Er war auf Grund eines internationalen Haftbefehls Ende vergangenen Jahres in Ho-Chi-Minh-Stadt, dem ehemaligen Saigon, festgenommen worden. Zuletzt wurde ihm in Vietnam Unzucht mit einem 14-Jährigen vorgeworfen.
(apa/red)

27.12.2005 07:17