Montag, 26. Dezember 2005

Gitterstäbe durchgesägt & mit Leintüchern abgeseilt: Drei Schubhäftlinge ausgebrochen

  • Nächtliche Flucht wurde erst am Morgen bemerkt

Drei Schubhäftlinge sind in der Nacht auf Montag aus dem Polizeianhaltezentrum Linz in Oberösterreich ausgebrochen. Von den Männern fehlte am Montagvormittag noch jede Spur, wie die Polizei Linz am Montag bekannt gab.

Die beiden Georgier, 26 und 28 Jahre alt, und der 28-jährige Russe hatten in der Nacht die Gitterstäbe ihres Zellenfensters durchsägt, so die Ermittler. Dann kletterten sie an zusammengebundenen Leintüchern ins Freie. Bei Kontrollgängen der Wachebeamten war die Flucht nicht aufgefallen, da die drei Männer ihre Körper unter den Bettdecken mit Polstern nachgebildet hatten.

Das Verschwinden der Schubhäftlinge wurde erst am Montag bei der Frühstücksausgabe bemerkt. Die beiden Georgier saßen seit Mitte November in Haft, der Russe seit zwei Wochen. Sie sollten in ihre Heimat abgeschoben werden, so die Polizei. Am Montagvormittag fehlte von den drei Männern noch jede Spur.
(apa)

26.12.2005 11:42