FORMAT: Was unternommen wird, um heimische Straßen noch sicherer zu machen
- 2006 wird vor allem der Tunnelbau vorangetrieben
- Verkehrsleitsysteme, Sanierung, Ostanbindung & Co

Kurz nach Weihnachten, wenn die alljährliche Verkehrslawine Richtung Urlaub rollt, wird der mobilisierte Bevölkerungsteil eines besonders deutlich bemerken: Österreichs Straßennetz ist eine Baustelle, an der konsequent gewerkt und verbessert wird. Denn - so das Credo - nur perfekte infrastrukturelle Voraussetzungen sichern langfristig den Wirtschaftstandort Österreich.
Die größten Projekte liegen dabei beim Ausbau des Tunnelsystems. "Wir investieren rund 150 Millionen Euro pro Jahr in den Tunnelbau", erklärt Asfinag-Vorstand Franz Lückler, aber auch das S1-Teilstück Vösendorf- Schwechat, das kurz vor den Sommerferien nach fast fünfjähriger Bauzeit fertig wird, verspricht eine spürbare Verkehrsentlastung rund um den Großraum Wien.
Blick in den Osten
Ebenfalls weit oben auf der Asfinag-Agenda steht der Aufbau eines gut funktionierenden Straßennetzes zu den neuen EU-Nachbarstaaten. Das sei auch dringend notwendig, meint etwa Friedrich Macher, Generaldirektor des Logistikunternehmens Kühne & Nagel, denn "der Status quo bei der Ostanbindung stammt aus der soziologischen und ökologischen Steinzeit. Diesen Anachronismus auf der Straße kann man sich einfach nicht mehr leisten."
Rätsellösung Telematik?
Weiters wird auf den heimischen Straßen auch 2006 einiges unternommen, um mehr Sicherheit für die Autofahrer zu gewährleisten. Auf Schnellstraßen sollen etwa bauliche Mitteltrennungen Frontalscrashes verhindern, lichtstärkere Beleuchtungen werden installiert, und auch der Einsatz von Section-Control-Anlagen, vor allem in Baustellenbereichen, wird massiv verstärkt.
Kommt die Pkw-Maut?
Da Verbesserungen bei Sicherheit von der mit rund neun Milliarden Euro verschuldeten Asfinag ohne Bundeszuschuss finanziert werden müssen, geistert regelmäßig das Reizwort "Pkw-Maut" durch die Medien. ARBÖ-Präsident Peter Rezar formuliert hier die Position des Autofahrerclubs: "Wir sind strikt gegen die Einführung einer Pkw-Maut, die mit einer zusätzlichen Belastung der Autofahrer verbunden ist. Schon jetzt zahlen die Autofahrer Jahr für Jahr über 10 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben." (die ganze Story in FORMAT Nr. 51/52/2005)
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