Flugzeugabsturz in Aserbaidschan: Mindestens 23 Menschen kommen ums Leben
- Ermittler: Ursache wahrscheinlich Steuerungspanne
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Aserbaidschan: Ursache wohl Steuerungsversagen
Nach dem Absturz eines Passagierflugzeugs mit 23 Toten in Aserbaidschan vermuten die Ermittler ein Versagen der Steuerung als Ursache. Aber auch ein Terroranschlag sei als Auslöser für den Unfall der neukonstruierten Maschine Antonow-140-100 am vergangenen Freitag nicht auszuschließen, teilte die Generalstaatsanwaltschaft von Aserbaidschan am Montag in Baku mit.
Suchmannschaften bargen am Sonntag an der Absturzstelle am Strand des Kaspischen Meeres die Flugschreiber. Dort lagen die Teile des völlig zerstörten Flugzeugs über eine weite Fläche zerstreut.
Die erst ein Jahr alte Maschine der nationalen Fluggesellschaft AZAL war am Freitagabend von Baku nach Aktau auf der anderen Seite des Kaspischen Meeres in Kasachstan gestartet. Acht Minuten danach verschwand das Flugzeug von den Radarschirmen. An Bord waren 18 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder, die bei dem Absturz getötet wurden. Zu den Opfern zählten auch acht Ausländer, darunter ein Brite und ein Australier. Die Flugroute Baku-Aktau wird oft von Managern der Ölfirmen am Kaspischen Meer genutzt.
Die in der Ukraine konstruierten und gebauten Antonow-140 werden erst seit 2001 im Liniendienst geflogen. Die zweimotorige Propellermaschine hat Platz für 52 Passagiere. Auf den Tag genau drei Jahre vor dem jetzigen Unfall waren am 23. Dezember 2002 beim Absturz einer ukrainischen Antonow-140 in Iran 45 Menschen getötet worden. Iran baut die Maschinen in Lizenz nach.
Die aserbaidschanische Fluggesellschaft AZAL ging 1991 aus dem örtlichen Ableger der sowjetischen Aeroflot hervor. Schlimmster Unfall der AZAL war der Absturz einer Tupolew-134 am 5. Dezember 1996, bei dem 52 Menschen starben.
(apa/red)
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