Mittwoch, 21. Dezember 2005

Renner im Weihnachtsbiz: Christkind legt heuer Bücher und Kleidung unter Christbaum

  • Höchste Zuwächse für Schuhhandel & Sportgeschäfte
  • Gutscheine, Online- & Versandhandel im Vormarsch

Zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken zählen laut Umfrage der KMU Forschung Austria Bekleidung, Bücher und Gutscheine sowie Spielwaren, Kosmetik und Sportartikel. Die höchsten Zuwächse verzeichneten im bisherigen Weihnachtsgeschäft auch dank des Schneefalls der Schuhhandel und die Sportartikelbranche.

Über ein Umsatzplus können sich auch der Lederwaren- und Bekleidungshandel freuen, berichtete der stellvertretende Direktor der KMU Forschung Austria, Peter Voithofer. Ein Umsatzminus verzeichnete bisher allerdings der Papier- und Bucheinzelhandel. Dies könne sich aber noch zum Besseren wenden, zumal Bücher zu den klassischen "Last-Minute-Geschenken" gehören, so Voithofer. Die Renner des Weihnachtsgeschäfts im Elektro- und Fotohandel sind heuer LCD-Fernsehen sowie weiterhin Handys und Digitalkameras.

Mehrumsätze für gute Einkaufslagen
Über Mehrumsätze können sich heuer vor allem Geschäfte in guten Einkaufslagen freuen, sagte der Obmann der Bundessektion Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Erich Lemler. 85 Prozent der Österreicher tätigen generell Weihnachtseinkäufe, 15 Prozent schenken nichts. Bis zum vierten Adventsamstag (17. Dezember) werden zwei Drittel des Weihnachtsgeschäftes umgesetzt. Ein Drittel der Weihnachtgeschenke werden im Abverkauf und in Aktionen gekauft. Abverkäufe in der Weihnachtszeit seien "natürlich nicht das, was man sich im Einzelhandel wünscht", generell sei der frühe Abverkauf in der Weihnachtszeit heuer aber geringer als im Vorjahr, so Lemler.

Beliebte Gutscheine
Gutscheine sind seit einigen Jahren als Weihnachtsgeschenk besonders beliebt. Dieser Trend lasse auch auf Mehrumsätze noch im Jänner hoffen, wo viele Gutscheine eingelöst werden, meinte Voithofer. Der Online- und Versandhandel spielt zwar für den Einzelhandel eine zunehmend wichtige Rolle, der Anteil ist aber mit rund 3 bis 4 Prozent noch sehr gering.
(apa/red)


21.12.2005 08:53