T-Mobile einigt sich mit der Gewerkschaft: Mitarbeiter-Abbau von 15 Prozent geplant
- Mobilfunker verzichtet bis Ende '06 auf Kündigungen
- tele.ring-Übernahme: Tarife vorerst unverändert
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auf A1 und T-Mobile
NEWS: "Zwei Millionen Kunden bis 2007 als Ziel"
Der Sozialplan für die Zusammenführung der beiden Mobilfunkanbieter T-Mobile Austria und tele.ring steht. Die T-Mobile-Geschäftsführung und die Betriebsräte von T-Mobile und tele.ring haben unter Mitwirkung der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) den Sozialplan rechtsgültig unterfertigt, teilte das Unternehmen mit. Die Basis dazu war bereits im September 2005 verhandelt worden.
Mitarbeiterreduktion um 10 bis 15 Prozent
Der Mitarbeiterstand der beiden Unternehmen soll von derzeit rund 2.220 Mitarbeitern bis Ende nächsten Jahres um 10 bis 15 Prozent sinken, was laut T-Mobile der in der Telekommunikationsbranche üblichen Fluktuation entspricht.
Keine Kündigungen bis Ende 2006
Eckpunkte sind der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen bis 30. Juni 2006 und die lange Laufzeit bis 31. Dezember 2007. Zielsetzung des Vertrages sei "eine langfristige soziale Absicherung der Mitarbeiter" im Bezug auf die Zusammenführung von T-Mobile Austria und tele.ring, hieß es. Der Sozialplan schließt auch individuelle Beratung und Begleitung bei der Neu-Positionierung am Arbeitsmarkt sowie Personal Coachings, unterstützt vom Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds, mit ein. Die Einigung gilt vorbehaltlich der fusionskontrollrechtlichen und regulatorischen Genehmigung des Zusammenschlusses.
Ziel: Möglichst viele Arbeitsplätze erhalten
Durch ein gemeinsames starkes und gesundes Mobilfunkunternehmen wolle T-Mobile langfristig möglichst viele und sichere Arbeitsplätze in Österreich erhalten und schaffen, sagte T-Mobile Austria-Chef Georg Pölzl. Den Betriebsräten, dem Management und der GPA sei ein "innovativer und sozial ausgewogener Sozialplan" gelungen, der ein hohes Maß an Berechenbarkeit biete, kommentierte GPA-Vorsitzender Wolfgang Katzian die Einigung. Der Sozialplan ermögliche es, die Mitarbeiter bei ihrer Arbeitsplatzsuche "so effektiv wie möglich zu unterstützen", meinte der Vorsitzende des Betriebsrats von T-Mobile Austria, Johannes Hofmeister.
Marke tele.ring bleibt vorerst bestehen
T-Mobile hatte tele.ring im August 2005 um 1,3 Mrd. Euro gekauft. Ab 2006 sollen die beiden Unternehmen und Netze zusammengeführt werden. Tarife, Marke und Vorwahl von tele.ring bleiben vorerst unverändert. Bei der geplanten Übernahme muss T-Mobile voraussichtlich mit massiven Auflagen der EU-Kommission rechnen. Eine Entscheidung der Wettbewerbsbehörden über den Deal in Brüssel und Wien wird im Jänner oder Februar 2006 erwartet. (APA/red)
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