Fischers Bilanz 2005
- Das Jahr des Präsidenten
- Heinz Fischer über das Gedenkjahr, Gudenus & Co.

NEWS: Zur Bilanz des Gedenkjahres: Warum hat Österreich mit 1945 und davor Probleme?
Fischer: Wieso Probleme? Ich denke, wir sind im Gedenkjahr mit dem Jahr 1945 und den Jahren davor vernünftig umgegangen. Man kann immer noch etwas besser machen, aber die Bilanz des Gedenkjahres fällt in meinen Augen positiv aus.
NEWS: Stimmt es, dass dem so ist, weil Sie etwa zum Jubiläum der Befreiung vom NS-Regime einfach selbst aktiv wurden?
Fischer: Zur positiven und abgerundeten Bilanz hat auch beigetragen, dass es in der Hofburg die Gedenkveranstaltung zum 27. April 1945 gegeben hat. Damit ist klargestellt, dass das Fundament der Zweiten Republik mit der Befreiung vom Hitler-Faschismus und der Wiedererrichtung eines selbständigen Österreich gelegt wurde.
NEWS: War auch die Neutralität Ihnen wichtiger als anderen?
Fischer: Die Neutralität ist Gott sei Dank derzeit ziemlich unbestritten. Man musste darauf achten, dass man der Bevölkerung nicht mit zu vielen Gedenkfeiern auf die Nerven geht. Ich denke, dass die Dosierungen nicht falsch waren. Wir haben Staatsvertrag und Neutralitätsgesetz angemessen wahrgenommen. Dazu haben wir offiziell Pflöcke eingeschlagen, etwa zum Beitrittsjubiläum zu den Vereinten Nationen. Auch andere haben viel beigetragen: die Parteien, das Bundesheer, die Sozialpartner etc.
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