Handel ohne Einschränkungen: Putin öffnet Gazprom jetzt auch für ausländische Anleger
- Anteil der Ausländer bisher auf 20 Prozent beschränkt
·Gazprom: Stadtwerke
in Deutschland kaufen
"Wir wollen nun näher an die Verbraucher heran"
·Völlige Freigabe der Gazprom-Papiere
Staat stockt Beteiligung an Gasproduzenten auf
·Deal: Gazprom kauft Sibneft für 13 Mrd. $
Größtes Geschäft in der Wirtschaftsgeschichte
US-Präsident Wladimir Putin hat den uneingeschränkten Handel mit den Aktien des staatlichen Gasmonopolisten Gazprom genehmigt und damit das Unternehmen für ausländische Anleger geöffnet. Gazprom erhofft sich von der Abschaffung der Handelsbeschränkungen mit seinen Aktien, zum höchstbewerteten Unternehmen aus einem Schwellenland aufzusteigen.
"Dies ist ein wichtiges Ereignis für unseren Aktienmarkt", sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Gazprom-Aufsichtsratschef, Dmitri Medwedew, zu der Unterzeichnung der Dokumente durch Putin. Beide Kammern des Parlaments hatten bereits zuvor der Liberalisierung des Handels mit Gazprom-Aktien zugestimmt.
Es wird nun damit gerechnet, dass Gazprom in Kürze an den großen internationalen Börsen die Notierung seiner Aktien beantragen wird. Der Handel mit Gazprom-Aktien wird bislang auf vier Börsen beschränkt, einschließlich der russischen Börse Micex. Ausländer durften dabei nur mit Pro-Forma-Aktien handeln. Ihre Beteiligung an Gazprom wurde außerdem auf 20 Prozent beschränkt. Die Regierung stimmte erst der Liberalisierung zu, nachdem sie den Staatsanteil an Gazprom auf über 50 von 39 Prozent erhöht hatte.
Medwedew sagte, er sei zuversichtlich, dass durch die Liberalisierung das Marktkapital von Gazprom weiter steigen werde. Der Marktwert des Unternehmens liegt bereits bei 159 Mrd. Dollar (134,1 Mrd. Euro). (apa/red)
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